Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Parlament spricht Millionenkredit für neue Cloud-Infrastruktur

Der Bund kann seine Cloud-Infrastruktur modernisieren. Nach dem Nationalrat hat am Donnerstag auch der Ständerat einer entsprechenden Vorlage zugestimmt. Insgesamt soll die "Swiss Government Cloud" knapp 320 Millionen Franken kosten.
© (Quelle: Parlamentsdienste / Rob Lewis)

In der Gesamtabstimmung hiess die kleine Kammer mit 40 zu 0 Stimmen ohne Enthaltungen einen Verpflichtungskredit über einen Teilbetrag an. Wegen zweier Differenzen in untergeordneten Punkten geht das Geschäft zurück an den Nationalrat.

Das Parlament hat über einen Verpflichtungskredit von 246,9 Millionen Franken zu entscheiden. Insgesamt fallen für das Vorhaben Kosten von 319,4 Millionen Franken an. In der Summe enthalten sind auch Eigenleistungen und -investitionen des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) über die gesamte Programmlaufzeit sowie Ausgaben, die bereits 2024 infolge von Vorbereitungsarbeiten ergeben.

Die Bundesverwaltung betreibt seit Längerem ihre Anwendungen in eigenen Rechenzentren, in sogenannten Private Clouds, und in Rechenzentren von externen Anbietern, in sogenannten Public Clouds, wie Finanzministerin Karin Keller-Sutter ausführte. Die heutige Cloud-Infrastruktur ist am Ende ihres Lebenszyklus angekommen.

Künftig solle das Massengeschäft über eine einheitliche Infrastruktur abzuwickeln, so Keller-Sutter. Datenschutz und Informationssicherheit seien dabei Kernanforderungen.

Technisch soll die Datenwolke jedoch so aufgebaut werden, dass auch Kantone, Städte und Gemeinden sie nutzen könnten.

Wenig umstrittenes Vorhaben

Grundsätzlich war das Vorhaben wenig umstritten. Pirmin Schwander (SVP/SZ) äusserte jedoch Unbehagen über die aus seiner Sicht hohen Kosten. Es stelle sich die Frage, ob man nicht stärker auf standardisierte Lösungen zurückgreifen könnte. Denn bei individuellen Lösungen stiegen auch die Betriebskosten. Auch beurteilte Schwander die Projektdauer von 2025 bis 2032 als sehr lang.

Zu reden gaben ausserdem die Konditionen der Nutzung der Cloud durch Kantone und Gemeinden.

er Nationalrat will im Bundesbeschluss festhalten, dass die Cloud Kantonen und Gemeinden zur Verfügung steht. Die Mehrheit der Finanzkommission des Ständerats wollte dagegen eine Kann-Formulierung, wonach der Bund Kantonen und Gemeinden Dienstleistungen zu kostendeckenden Preisen zur Verfügung stellen kann. Sie setzte sich im Rat durch. Minderheitsanträge, dem Nationalrat zu folgen oder die Bestimmung zu streichen, fanden keine Mehrheit.

Cloud & Infrastruktur Digitalisierung Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Digital Networks Act: Sechs Verbände machen Druck auf Brüssel
Mit DNA Europe formieren sich sechs europäische Telekommunikations- und Breitbandverbände, darunter ANGA, Breko und VATM. Gemeinsam wollen sie Einfluss auf den geplanten Digital Networks Act nehmen und verhindern, dass der Übergang von Kupfer zu Glasfaser den Wettbewerb schwächt.
3 Minuten
13. Okt 2026
Google Fitbit Edge für 169 Franken vorgestellt
Google zeigt mit dem Fitbit Edge einen kompakten, leistungsstarken Fitness-Tracker der nächsten Generation.
2 Minuten
13. Okt 2026
Alles Open Source - Open-Source-Software
Zu nahezu jedem kommerziellen Programm wie Microsoft Office oder Adobe Photoshop gibt es gute, meist kostenlose Alternativen mit Open-Source-Lizenz. Diese bringen gleich mehrere Vorteile mit sich. Wir stellen die besten vor.
8 Minuten
13. Okt 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Die Top-500 der Computerworld mit den stärksten ICT-Firmen und Branchen der Schweiz - Computerworld Ausgabe 3/2026
Mit dem Ranking der 500 stärksten Schweizer ICT-Unternehmen, umfassenden Markt- und Spartenanalysen, fundierten Expertenmeinungen und aktuellen Interviews macht die neue Computerworld Ausgabe «TOP 500» die Branche transparent. 
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige