Offline entscheidet sich die Online-Qualität
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Für digital führende Unternehmen ist hohe Qualität des Online-Auftritts Pflicht. Die Besten der Besten schaffen es, alle paar Sekunden eine neue Version aufzuspielen. Lang vorbei sind die Zeiten, als die (seltenen) neuen Versionen meist Anfangsmacken zeigten. Denn bei den Top-Unternehmen sind der Design-, Implementierungs-, Deployment- und Betriebs-Prozess standardisiert – inklusive der Messung, wie gut eine Dienstleistung ankommt.
Ganz anders schaut es bei Unternehmen aus, die IT als Service von Drittanbietern nutzen. Entscheidend ist dort, wie präzise konfiguriert wird und wie im Fall von Konfigurationsfehlern das mit Menschen besetzte Backoffice aufgestellt ist. Die Unterschiede zwischen den Unternehmen sind dabei riesengross.
Vordergründig scheint es so, dass viele Unternehmen mit dem Prinzip «Konfigurieren statt Programmieren» nicht zurechtkommen. Denn beim Konfigurieren machen die digitalen Nachzüglern Fehler. Doch der Eindruck täuscht: Konfigurieren statt Programmieren machen die allerbesten noch weit mehr als alle anderen – die Wiederverwendung ist endlich angekommen in der IT-Praxis – nur dass bei den Besten auch die Business-Seite das Prinzip professionell handhabt. Bei weniger digital affinen Unternehmen dagegen schlampt die Business-Seite oft.
Beispiel: Trotz oft ein und derselben IT sind die Online-Kundenerlebnisse von Theater zu Theater sehr unterschiedlich. Wie das Theater «XY» (ein grosses Theater) Preisnachlässe bei Abos berechnet, verstehe ich als Mathematiker nicht. Aber offensichtlich gibt es weitere Widersprüche zwischen Angaben auf der Webseite und der Konfiguration des Online-Dienstes. Zudem wurden die Interaktionsmöglichkeiten neu eingeschränkt und Abo-Vorteile werden vorenthalten, die öffentlich versprochen werden. Viel besser dagegen die Erlebnisse in anderen Theatern mit einer (sehr) ähnlichen Softwarelösung.