Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Google kauft Sicherheitsfirma Wiz für 32 Milliarden Dollar

Der US-Internetriese Google übernimmt in einem zweiten Anlauf Wiz. Für die Datensicherheitsfirma legt der Konzern 32 Milliarden US-Dollar in bar auf den Tisch.
© (Quelle: Wiz)

Es sei ein bindender Kaufvertrag unterzeichnet worden, teilte der Google-Mutterkonzern Alphabet am Dienstag mit. Zuvor hatte das «Wall Street Journal» (WSJ) berichtet. Wiz ist erst 2020 gegründet worden und bietet Cybersecurity-Software für Cloud-Rechenzentren an. Das ist ein wichtiger Bereich bei Google.

Das stark wachsende israelische Start-up Wiz hat seinen Hauptsitz in New York. Ein erster Versuch war im vergangenen Sommer gescheitert, damals standen 23 Milliarden Dollar im Raum. Die Gespräche waren laut «WSJ» wegen Bedenken von Wiz und einiger seiner Investoren über regulatorische Hürden gescheitert. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg beschloss Wiz damals auch, dass die Firma bei einem Börsengang mehr wert sein könnte.

Zustimmung der Wettbewerbshüter nötig

Auch diesmal ist unklar, ob der Deal nicht auf Bedenken von Wettbewerbshütern stösst - auch wenn die US-Regierung von Donald Trump ein freundlicheres Klima für grosse Deals signalisierte. Zugleich hält das Justizministerium aber auch nach dem Machtwechsel im Weissen Haus an der Forderung fest, dass Google sich von dem Geschäft mit seinem Webbrowser Chrome trennen müsse.

Mit der Übernahme sollen laut Google zwei grosse und wachsende Trends in der KI-Ära beschleunigt werden: verbesserte Cloud-Sicherheit und die Möglichkeit, mehrere Clouds zu nutzen. Die Technologie von Wiz werde weiterhin auf grossen Cloud-Plattformen von Google-Konkurrenten wie Amazon und Microsoft verfügbar bleiben. Das Cloud-Geschäft von Amazon ist nach wie vor deutlich grösser. Mit Wiz hofft Google, in dem hart umkämpften Geschäft mehr Kunden anzulocken.

Motorola war der teuerste Kauf

Die bisher grösste Übernahme von Google war der Kauf des Handy-Herstellers Motorola im Jahr 2012 für 12,5 Milliarden Dollar. Weniger als zwei Jahre später reichte der Konzern Motorola an den PC-Marktführer Lenovo weiter.

Sowohl Cybersicherheit als auch Cloud Computing seien schnell wachsende Branchen, betonte Google jetzt. Die zunehmende Rolle der Künstlichen Intelligenz und die Einführung von Cloud-Diensten hätten die Sicherheitslandschaft für Kunden dramatisch verändert, wodurch die Cybersicherheit immer wichtiger werde, um Risiken abzuwehren und die nationale Sicherheit zu schützen.

Die Alphabet-Aktie gab zur Halbzeit im New Yorker Handel um 2,5 Prozent nach.

Übernahme Cloud & Infrastruktur Google
Anzeige

Neueste Beiträge

Auf deutschen Smartphones sind im Schnitt fast 50 Apps installiert
Der Bitkom hat eine Befragung durchgeführt, wie viele und welche Apps die Deutschen auf ihren Smartphones nutzen. Die Zahl hat gegenüber dem Vorjahr erneut zugenommen, wobei Messenger den Nutzern am wichtigsten sind.
2 Minuten
25. Apr 2026
Irgendwo im ­Nirgendwo
Manchmal braucht es einfach die genauen GPS-Koordinaten, um den eigenen Standort durchzugeben.
2 Minuten
26. Apr 2026
Bessere Qualität der swisstopo Geodaten dank neuer Luftbildkameras
Zum Start der Flugsaison 2026 führt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo eine Kamera neuster Generation für die Aufnahme von Luftbildern ein. Diese Weiterentwicklung dient der Erneuerung von Aufnahmesystemen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben.
3 Minuten
26. Apr 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«Swiss IT-Studie» - KI im Business - Computerworld Ausgabe 1/2026
Am Thema KI kommt niemand mehr vorbei. Das sehen auch die befragten Schweizer Unternehmen. Wo und wie man diese einsetzen könnte und welchen Nutzen damit verbunden ist, da scheiden sich die Geister. Die Schweiz im KI-Dilemma?
2 Minuten
EU will Bearbeitungsgebühr für billige Online-Importe
Chinesische Onlinehändler schicken jeden Tag tausende Päckchen mit billigen Artikeln nach Europa. Die EU will den daraus resultierenden steigenden Kosten mit einer Abgabe für die Bearbeitung begegnen.
2 Minuten
6. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige