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Galaxus eröffnet ein neues Lager in Bülach für Dauerbrenner-Artikel

Galaxus hat im zürcherischen Bülach ein neues Lager mit 9000 Quadratmetern in Betrieb genommen. Damit schafft der Onlinehändler zusätzliche Kapazität für Artikel wie Batterien und Kaffeekapseln, die täglich hundertfach bestellt werden.
© Digitec

Hafermilch, Mate-Drinks, Batterien, Kopfhörer, Druckerpatronen, Windeln, Kaffeekapseln. Es sind nicht die spektakulären Produkte, die Logistikzentren an ihre Grenzen bringen, sondern die Dauerbrenner: Artikel, die täglich in grossen Mengen bestellt werden und trotzdem jedes Mal einzeln die gesamte Logistikanlage durchlaufen müssen. Speziell für diese Ware gibt es seit dem 1. September ein eigenes Lager in Bülach.

Ein Fussballfeld für die Dauerbrenner

Das neue Lager umfasst 9000 Quadratmeter, also etwas mehr als ein Fussballfeld. Im Vergleich zum Galaxus-Zentrallager im aargauischen Wohlen mit rund 120'000 Quadratmetern ist das wenig. Der Effekt ist trotzdem spürbar: Rund zehn Prozent des Bestellvolumens, das heute in Wohlen anfällt, lassen sich künftig in Bülach abwickeln. Der Grund für den Schritt ist einfach: Galaxus wächst und braucht dafür zusätzliche Fläche. Wohlen bleibt das Zentrallager, Bülach kommt als spezialisierter Standort dazu. «Wir wachsen weiter, und dieses Wachstum braucht Platz», sagt Armando Villarreal, zuständig für Supply Chain Development & Strategy bei Digitec Galaxus. «Mit Bülach schaffen wir gezielt Kapazität für die Produkte, die unsere Kundschaft am häufigsten bestellt.»

Wer nur Hafermilch bestellt, wird aus Bülach beliefert

Die Arbeitsteilung folgt einer einfachen Logik. Bestellt jemand ausschliesslich eines dieser Produkte, geht das Paket aus Bülach raus. Landen mehrere verschiedene Artikel im selben Warenkorb, bündelt Galaxus die Lieferung wie bisher in Wohlen. So vermeidet Galaxus unnötige Zweitpakete. Der zweite Baustein ist Cross-Docking: Ware, die Galaxus erst nach der Bestellung beim Lieferanten abruft, kommt in Bülach an, wird verpackt und am selben Tag weiterversendet, ganz ohne Zwischenlagerung. Für die Kundschaft ändert sich im Shop nichts. Die Kartons sind wie gewohnt Galaxus-gebrandet, und es ist nicht ersichtlich, aus welchem Lager eine Sendung stammt. Bemerkbar macht sich Bülach anders: Mehr Kapazität heisst mehr Bestellungen, die pünktlich rausgehen. Jedes zehnte Päckli wird künftig aus Bülach verschickt.

Vollbetrieb ab Anfang 2027

Rund 30 Personen verarbeiten in Bülach zunächst vorwiegend Cross-Docking-Ware. Danach wächst der Standort etappenweise. Ab Anfang 2027 läuft das Lager im Vollbetrieb mit rund 150 Mitarbeitenden. Die meisten Stellen entstehen neu für das Geschäft mit Galaxus. Fiege, ein externer Logistikdienstleister, betreibt das Lager. Galaxus setzt bewusst auf einen externen Partner, weil dieser das Lager schnell aufbauen konnte. «Fiege kann solche Projekte sehr schnell umsetzen», sagt Armando. «Das hat uns überzeugt.»

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