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Gaia-X Hub Schweiz nimmt offiziell den Betrieb auf

Die Schweiz ist neu Teil der europäischen Gaia-X-Initiative: Mit dem Gaia-X Hub Schweiz entsteht eine nationale Plattform für vertrauenswürdige, transparente und interoperable Datenräume – getragen von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.
Offizielle Eröffnung des Schweizer Gaia-X Hubs durch Martin Andenmatten und Ulrich Ahle.
© (Quelle: Gaia-X)

Mit der feierlichen Eröffnung des Gaia-X Hub Schweiz in Zürich ist die Schweiz nun offiziell Teil der europäischen Datenraum-Initiative Gaia-X. Der neue Hub soll als nationale Drehscheibe für vertrauenswürdige, transparente und interoperable Datenräume fungieren und Schweizer Interessen in internationalen Standardisierungsgremien vertreten. Initiiert und getragen wird der Hub von der Swiss Data Alliance, einem Netzwerk führender Wirtschafts-, Wissenschafts- und Verwaltungsakteure. «Unsere Vision ist eine souveräne, offene und nachhaltige Dateninfrastruktur für die Schweiz», erklärte Martin Andenmatten, Chair des Gaia-X Hub Schweiz und Geschäftsführer der Glenfis AG, bei der Eröffnungsveranstaltung.

Datenräume als Standortfaktor

Mit dem Beitritt zur Gaia-X-Initiative positioniert sich die Schweiz strategisch im europäischen Diskurs um digitale Souveränität. «Vertrauenswürdige Datenräume sind ein entscheidender Standortfaktor für die Schweiz», so André Golliez, Präsident der Swiss Data Alliance. «Wir wollen Schweizer Unternehmen und Institutionen befähigen, aktiv an europäischen Datenökosystemen teilzunehmen.» Ziel ist es, Standards und Rahmenbedingungen mitzugestalten, die den Austausch und die Wiederverwendung von Daten unter Wahrung der Kontrolle und Sicherheit ermöglichen. Die Initiative ist offen für Unternehmen, Behörden, Forschungsinstitutionen und Organisationen, die an der Gestaltung einer föderierten Dateninfrastruktur mitwirken wollen.Die europäische Gaia-X-Initiative wurde 2021 von je elf französischen und deutschen Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen und zählt mittlerweile über 240 Mitglieder weltweit. Ihr Ziel ist es, einen vertrauenswürdigen Rahmen für Dateninfrastrukturen zu schaffen, der sowohl auf offenen Standards als auch auf einem strikten Compliance-Modell basiert.

Aufgaben und Ziele des Schweizer Hubs

Der Gaia-X Hub Schweiz versteht sich als zentrale Anlaufstelle zur Förderung souveräner und interoperabler Datenräume und übernimmt eine koordinierende, beratende und vernetzende Rolle im nationalen wie internationalen Kontext. Zu den Hauptzielen des Hubs gehört die Vertretung schweizerischer Interessen in den Gremien und Standardisierungsprozessen der Gaia-X-Initiative. Gleichzeitig fördert der Hub den Wissensaustausch durch Fachveranstaltungen, Publikationen und gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Ein weiteres zentrales Anliegen ist der Aufbau enger Beziehungen zu anderen europäischen Gaia-X Hubs und relevanten Datenraum-Initiativen, um eine starke Positionierung der Schweiz im europäischen Datenökosystem zu gewährleisten. Darüber hinaus unterstützt der Hub Schweizer Organisationen aktiv bei der Anwendung und Integration der Gaia-X Federation Services – also jener technischen und organisatorischen Bausteine, die für den Aufbau vertrauenswürdiger Dateninfrastrukturen erforderlich sind. Nicht zuletzt strebt der Gaia-X Hub Schweiz eine langfristige organisatorische Verankerung und nachhaltige Finanzierung an, um seine Aktivitäten dauerhaft und wirkungsvoll entfalten zu können. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Schweiz als Innovationsstandort für vertrauenswürdige Datenräume zu stärken und den Aufbau eines lebendigen, interoperablen Datenökosystems auf nationaler wie europäischer Ebene voranzutreiben.

Neben der Swiss Data Alliance wird der Hub von zahlreichen Partnern aus der Privatwirtschaft unterstützt, darunter Accenture, Adnovum, Glenfis, Tribework, with passion und Swico. Das Management-Team setzt sich aus erfahrenen Vertretern dieser Organisationen zusammen.

Schweiz Datenschutz
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