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EU will Bearbeitungsgebühr für billige Online-Importe

Chinesische Onlinehändler schicken jeden Tag tausende Päckchen mit billigen Artikeln nach Europa. Die EU will den daraus resultierenden steigenden Kosten mit einer Abgabe für die Bearbeitung begegnen.
© ChatGPT

Wer bei Shein, Temu oder AliExpress etwas online kauft, bekommt diesen Artikel per Päckchen direkt aus China geschickt. Dabei fallen nicht nur Gebühren für den Transport an, denn die Kosten für die Sichtung und Kontrolle bei der Einfuhr müssen von den EU-Ländern getragen werden. Laut der EU-Kommission kamen 2024 täglich rund zwölf Millionen Pakete in Europa an, deutlich mehr als in den beiden Vorjahren, was für stark steigende Kosten sorgt.

Deshalb haben sich Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten jetzt darauf geeinigt, ab dem 1. November eine Abgabe auf jedes per Onlinebestellung aus Drittstaaten zu Verbrauchern in der EU geschickte Produkt zu erheben. Die Höhe dieser Gebühr muss noch von der EU-Kommission festgelegt werden. Zahlen soll sie der Händler und nicht die Verbraucher, was allerdings trotzdem Preissteigerungen bedingen könnte.

Die Bearbeitungsgebühr kommt zusätzlich zu geplanten neuen Zollgebühren. Zwar können Pakete mit einem Wert von bis zu 150 Euro bislang zollfrei in die EU eingeführt werden. Um unerwünschten Billigimporten etwas entgegenzusetzen und Chgencengleichheit herzustellen, gilt jedoch ab Juli für jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Abgabe in Höhe von drei Euro. Diese Massnahme soll zumindest so lange gelten, bis voraussichtlich 2028 eine neue digitale Plattform zur Abwicklung und Kontrolle an den Start geht und dann alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sind.

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