Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Dienste von Amazon laufen wieder normal

Nach der gravierendsten Störung des Internets in diesem Jahr durch Serverausfälle bei Amazon kehrt im Netz wieder Normalbetrieb ein. Die technischen Probleme seien gelöst, teilte die Amazon-Tochter AWS mit.
© (Quelle: Sundry Photography / Shutterstock.com)

Der erhebliche Ausfall beim weltgrössten Cloud-Anbieter hatte am Montag unzählige Websites, Online-Spiele und Apps beeinträchtigt, darunter Snapchat, Reddit, und Fortnite sowie Business-Anwendungen wie Slack und Zoom.

Betroffen waren zum einen Amazon-Dienste selbst, wie Amazon Alexa, Amazon Prime und Amazon Music, Ring oder das Shoppingportal Amazon.de. In Grossbritannien fielen aber auch die Systeme mehrerer Banken und der britischen Steuerverwaltung aus. Auf der Kryptobörse Coinbase konnten die Kunden nicht mehr mit dem Bitcoin und anderen Kryptowährungen handeln.

Die KI-Suchmaschine Perplexity lieferte keine Antworten mehr. Und beim Messenger-Dienst Signal konnten keine Nachrichten mehr gesendet oder empfangen werden.

DNS-Störung löst Gross-Ausfall aus

Amazon Web Services (AWS) kündigte an, die Ursachen der Störung ausführlich aufzuarbeiten. Nach einer ersten Fehleranalyse hatten die Probleme ihren Ursprung in einem AWS-Rechenzentrum im Norden des US-Bundesstaates Virginia. Dort sei das System ausgefallen, das Webadressen in IP-Adressen umwandelt.

Experten sprechen von einem Domain Name System (DNS). Das ist quasi das Telefonbuch des Internets. Statt Telefonnummern merkt man sich beim Telefonieren Namen - genau so funktioniert es im Internet: Menschen tippen Domainnamen wie www.wikipedia.org ein, und das DNS wandelt diesen Namen automatisch in eine IP-Adresse um, z.?B. 192.0.2.42.

Diese IP-Adresse ist die eigentliche «Telefonnummer» des Servers, auf dem die Website gespeichert ist. Warum die DNS-Störung sich zu einem grossflächigen Ausfall ausweiten konnte, wird derzeit geklärt.

AWS grösster Cloud-Anbieter weltweit

Das Tochterunternehmen von Amazon ist der weltweit führende Anbieter von Cloud-Computing-Diensten - vor Microsoft Azure, Google Cloud sowie den chinesischen Anbietern Alibaba und Tencent. Als Marktführer stellt AWS dabei die virtuelle Infrastruktur für einen erheblichen Teil des Internets bereit.

Die Dienste der Amazon-Tochter sind vor allem bei Start-ups populär, weil sie die benötigten IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz, Datenbanken oder spezielle Software-Funktionen für KI über das Internet von AWS mieten können. Dieser Umstand führt allerdings dazu, dass bei einer grossen AWS-Störung gleich mehrere Webseiten und Apps in die Knie gehen.

Cloud & Infrastruktur
Anzeige

Neueste Beiträge

yallo bringt Travel eSIM für mobile Daten in über 160 Destinationen
yallo bietet neu eine eSIM-Lösung für günstige Datenpakete beim Roaming, die Kunden von allen Mobilfunkanbietern zur Verfügung stehen. Reisende können ihr Datenpaket fürs Ausland bereits vor der Abreise in der yallo Travel eSIM App auswählen und bei der Ankunft im Ausland sofort zu günstigen Tarifen online gehen.
3 Minuten
Die neue Generation der Foldable-Smartphones - Quadratisch, praktisch, aber auch gut?
Smartphones zum Falten setzen verstärkt auf handliche Abmessungen. Aktuelle Falt-Handys orientieren sich beim Aussendisplay immer häufiger am kompakten Reisepassformat. Ein Überblick über Modelle, Technik, Gerüchte um Apples erstes Falt-Handy und deren Alltagstauglichkeit.
8 Minuten
8. Sep 2026
Motorola zeigt auf der IFA ein neues Smartphone und eine Smartwatch
Mit dem Edge 70 Plus bringt Motorola ein weiteres Mittelklasse-Smartphone. Ausserdem zeigt der Hersteller auf der IFA eine Edition des Razr 70 mit edlen Swarovski-Steinen und die sportliche Smartwatch Moto Watch Ultra.
3 Minuten
8. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige