Lesedauer 4 Min.

Datenschulden sind die neuen technischen Schulden – und es ist Zeit zu handeln

Technische Schulden beschäftigen CIOs seit Jahren. Doch das grössere Risiko für die S/4HANA-Transformation sind Datenschulden: jahrzehntelange Altlasten, die Kosten hochtreiben, Innovation bremsen und Compliance gefährden.
Auch Roboter brauchen saubere Daten: Bühler archiviert mit JiVS IMP und senkte so die IT-Kosten um 80 %. Historisierte Daten sind die Basis für Innovation – von KI bis Robotik.
© (Quelle: Data Migration)

Die unsichtbare Last

Seit Jahren warnen IT-Verantwortliche vor den Folgen technischer Schulden: veralteter Code, unzählige Anpassungen und Patches, die Agilität hemmen und Kosten erhöhen. Doch mit dem nahenden Ende der SAP-ECC-Wartung im Jahr 2030 rückt ein noch grösseres Problem in den Fokus: Datenschulden.

Im Gegensatz zum Code lasten sie auf der gesamten IT-Landschaft: alte SAP- und Non-SAP-Systeme, Archive und Anwendungen, die einzig betrieben werden, um historischen Informationszugriff zu gewährleisten. Das Ergebnis: 60–80 % des IT-Budgets werden für den Erhalt veralteter Systeme verschlungen – Budgets, die Innovation fehlen. Gleichzeitig verschärft die Mitnahme von Jahrzehnten redundanter oder qualitativ schlechter Daten in SAP S/4HANA das Problem nur: aufgeblähte Systeme, steigende Kosten und Compliance-Risiken.

«Daten wurden viel zu lange als Nebensache behandelt», sagt Thomas Failer, Gründer und CEO von Data Migration International (DMI).

«Doch im Zeitalter von KI sind Datenqualität und Zugänglichkeit die Grundlage jeder Transformation. Ohne sie bauen Unternehmen ihre Zukunft auf Sand.»

Ein neues Datenverständnis

Die Alternative ist einfach, aber konsequent: trennen statt migrieren. Statt sämtliche historischen Informationen nach S/4 zu übertragen, sollten nur die 5–10 % wirklich relevanten operativen Daten übernommen werden. Die restlichen 90 % werden auf einer modernen Plattform historisiert – compliant, revisionssicher und jederzeit zugänglich.

Dieser Ansatz – die One Click Transformation™ – halbiert den Migrationsaufwand, senkt Betriebskosten um bis zu 80 % und reduziert den CO₂‑Ausstoss durch Abschaltung alter Systeme. Ebenso wichtig: Er verhindert Vendor Lock-in. Historisierte Daten werden in einem neutralen Format gespeichert, sodass Unternehmen ihre ERP-Strategie jederzeit ändern können – ohne den Verlust wertvoller Informationen.

Praxis und Mehrwert

Globale Unternehmen zeigen, wie das in der Praxis funktioniert:

  • Bühler Group senkte die IT-Betriebskosten um 80 % und greift heute direkt aus SAP S/4 auf archivierte Altdaten zu – für schlankere Prozesse und höhere Agilität.
  • Arbonia konnte das Datenvolumen vor der Migration um mehr als 50 % reduzieren – und damit sowohl Projektaufwand als auch Belastung fürs Business deutlich verringern, so CIO Patrick Langenegger.
  • AXA IM Schweiz sparte über eine Million Euro und reduzierte den Systemaufwand von zehn Mitarbeitenden auf einen halben Tag pro Monat – bei voller DSGVO-Compliance.

Vom Risiko zum Vorteil

SAPs Clean-Core-Strategie basiert auf qualitativ hochwertigen, relevanten Daten. Doch Datenballast untergräbt dieses Versprechen. Durch die Historisierung ausserhalb des Cores bleiben S/4-Umgebungen schlank, upgradefähig und KI-fähig.

Gleichzeitig wird Datenstrategie zur Nachhaltigkeitsstrategie. Da sich der Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2026 verdoppeln dürfte, sparen Unternehmen durch Stilllegung alter Systeme und weniger Datenvolumen Kosten und verbessern ihre CO₂-Bilanz.

«Datenschulden, wie technische Schulden, wachsen exponentiell, wenn man sie ignoriert», sagt Failer. «Doch mit der richtigen Strategie lassen sie sich in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln – Kosten senken, Compliance sichern und Agilität freisetzen.»

Das CIO-Mandat

Die Migration nach SAP S/4HANA muss keine teure Pflichtübung sein. Mit der richtigen Datenstrategie wird sie zur Chance: Systeme modernisieren, Kosten senken, CO₂-Bilanz verbessern und das Unternehmen zukunftssicher aufstellen.

Die Botschaft für CIOs ist klar: Lassen Sie nicht zu, dass Datenschulden Ihre Transformation ausbremsen. Handeln Sie jetzt – so wird der Weg nach S/4 schneller, günstiger und intelligenter.

Erfahren Sie, wie Unternehmen wie DuPont, Bühler und AXA ihre Datenschulden in digitale Agilität verwandelt haben: www.jivs.com

© Data Migration

Zum Autor

Thomas Failer, Gründer und Group CEO, Data Migration International
Advertorial Best Cases

Neueste Beiträge

Starface-Gründer Florian Buzin zieht sich zurück
Nach mehr als 20 Jahren verabschiedet sich Florian Buzin Ende 2026 aus dem Unternehmen, das er selbst mit aufgebaut hat. Die Führung von Starface, Estos und Gamma Deutschland liegt bereits seit längerem bei einem fünfköpfigen Managementteam.
3 Minuten
13. Aug 2026
Honor stellt das Robot Phone offiziell vor
Mit dem Robot Phone bringt Honor in China ein neuartiges Smartphone-Konzept auf den Markt. Das Gerät hat einen ausfahrbaren Arm für die drehbare Kamera, die mit einem Gimbal stabilisiert wird.
2 Minuten
13. Aug 2026
Ann Barbara Bauer neue Leiterin des Geschäftsfelds «Mathematik, Analysen und Statistik» des BSV
Ann Barbara Bauer wird neue Vizedirektorin des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) und Leiterin des Geschäftsfelds «Mathematik, Analysen und Statistik». Sie tritt ihre neue Funktion am 1. September 2026 an.
2 Minuten
14. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
«Digitale Souveränität ist zur Wirtschaftsfrage geworden» - Expert Insights
Geopolitische Spannungen, KI und die Dominanz amerikanischer Cloud-Anbieter verändern die Spielregeln der Digitalisierung. Für Bechtle Schweiz ist digitale Souveränität deshalb keine Compliance-Übung mehr, sondern eine Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig sieht das Unternehmen Europa bei Innovation und Investitionen unter Zugzwang. Martin Kull, Vice President Bechtle Switzerland, und Prof. Dr. Andreas Danuser von der Berner Fachhochschule nehmen Stellung zu einem Thema, das immer mehr Organisationen beschäftigt.
4 Minuten