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Lesedauer 3 Min.

Chancen und Hürden bei der Prozessautomatisierung

Eine aktuelle Studie von Ricoh Europe beleuchtet das Potenzial und die Chancen, aber auch die Hürden bei der Automatisierung von Prozessen. Dabei wurden 7000 Mitarbeitende und 1800 Führungskräfte in Ländern wie Deutschland, Frankreich und der Schweiz befragt.
Nicola Downing, CEO von Ricoh Europe
© (Quelle: Ricoh)

Dabei zeigt sich die Diskrepanz zwischen der hohen Akzeptanz von Automatisierungslösungen und dem fehlenden Zugang bzw. der langsamen Implementierung solcher Lösungen. Dabei würde die Prozessautomatisierung nicht nur die Effizienz der Mitarbeitenden steigern, sondern sie auch von repetitiven oder mühsamen Tätigkeiten entlasten. Dies wiederum, so die Studie, wäre vorteilhaft hinsichtlich Job-Attraktivität, Arbeitsmotivation und Talentbindung. Zentrale Erkenntnisse der Studie sind:

  • Hoher Wunsch nach Automatisierung: Ein Drittel der Mitarbeitenden (32 %) hat keinen Zugang zu Automatisierungstechnologien, obwohl sie diese gerne nutzen würden. Ein Viertel gibt an, dass solche Technologien die Zufriedenheit erhöhen und mehr Zeit für anspruchsvolle Aufgaben schaffen würden.
  • Führungskräfte erkennen Hindernisse: Die langsame Implementierung von Automatisierungslösungen wird als grösste technische Frustration der Mitarbeitenden gesehen. 30 % der Führungskräfte äussern Sorgen um die Geschäftskontinuität bei der Einführung neuer Technologien. Zudem wird kritisiert, dass IT-Investitionen oft isoliert erfolgen, ohne die Auswirkungen auf andere Prozesse zu berücksichtigen.
  • Produktivität und Mitarbeiterbindung: Technologien zur Automatisierung repetitiver Aufgaben könnten nicht nur die Effizienz, sondern auch die Arbeitszufriedenheit steigern. 21 % der Befragten gaben an, dass bessere Softwarelösungen, einschliesslich Automatisierung, ihre Bereitschaft, den Arbeitgeber zu wechseln, verringern könnten.

Grosses Potenzial, anspruchsvolle Umsetzung

Die Studie unterstreicht, dass Prozessautomatisierung nicht nur ein Mittel zur Steigerung der Effizienz ist, sondern auch ein zentraler Faktor für die Talentbindung und Arbeitsmotivation. Unternehmen sollten die strategische Integration solcher Technologien vorantreiben, um von langfristigen Vorteilen zu profitieren.

Nicola Downing, CEO von Ricoh Europe © Quelle: Ricoh

Nicola Downing, CEO von Ricoh Europe, erklärt: «In einer Zeit, in der die Motivation der Mitarbeitenden abnimmt, können Technologien zur Prozessautomatisierung eine Schlüsselrolle spielen um den Beschäftigten ein Gefühl der Sinnhaftigkeit vermitteln. Mit Prozessautomatisierungssoftware müssen sie weniger Zeit mit monotonen Aufgaben verbringen und können sich auf lohnendere und kreativere Tätigkeiten konzentrieren können.» Gleichzeitig gibt sie aber auch zu bedenken: «Ich weiss dass die Unternehmensleitung zu Recht vorsichtig ist, wenn es darum geht, geschäftskritische Systeme zu stören, da sie die Konsequenzen bedenkt, wenn etwas nicht reibungslos funktioniert.» Daher rät sie, bei solchen Projekten unbedingt die Zusammenarbeit mit entsprechenden Digitalisierungsexperten zu suchen.

Business & IT-Strategie Ricoh Studie
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