Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Berner Softwarefirma Xplain wird nach Deutschland verkauft

Der Berner IT-Dienstleister Xplain wird von der Schweizer Tochter der deutschen Chapters Group mit Sitz in Hamburg übernommen. Die Softwarefirma war wegen eines Cyberangriffs 2023 mit Folgen für die Bundesverwaltung bekannt geworden.
© (Quelle: Xplain)

Zu Xplain gehören die beiden Firmen Xplain AG und die spanische Entwicklungspartnerin Xplain Ibérica. Beide werden eigenständig weitergeführt, wie Andreas Löwinger, CEO der Xplain AG, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die insgesamt 60 Mitarbeitenden beider Firmen behalten ihre Jobs. Auch würden sämtliche Projekte fortgesetzt.

Löwinger bleibt CEO, bis eine Nachfolge gefunden ist. Er erachtet es als unproblematisch, dass seine Firma in ausländische Hände übergeht, obwohl sie Software im Bereich der inneren Sicherheit für diverse Schweizer Behörden entwickelt: «Wir sind bei weitem nicht das einzige Unternehmen in ausländischem Besitz, das für die Behörden arbeitet.»

Die Bundesverwaltung äusserte sich nur sehr zurückhaltend zum Verkauf von Xplain. Die Kunden hätten am Mittwochabend davon erfahren, schrieb eine Sprecherin des VBS auf Anfrage von Keystone-SDA. «Die zuständigen Stellen in der Bundesverwaltung analysieren zurzeit, was der Verkauf für die Zusammenarbeit bedeutet.» Weiter könne man sich derzeit nicht äussern.

Nur Kanton Waadt löste Vertrag auf

Hacker hatten Anfang 2023 eine Schwachstelle auf den Servern des IT-Dienstleisters mit Erpresser-Software angegriffen. Sie stahlen dort Daten der Bundesverwaltung und veröffentlichten sie im Darknet.

Bis auf den Kanton Waadt blieben Xplain sämtliche Kundinnen und Kunden treu. Die Waadt hatte ihren Vertrag im Februar dieses Jahres mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Anfang Mai 2024 veröffentlichte der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) drei Untersuchungsberichte zum Datenleck. Er kam zum Schluss, sowohl Bund als auch Xplain hätten Fehler gemacht, und gab eine Reihe von Empfehlungen ab.

Xplain und zwei betroffene Bundesämter gaben in der Folge bekannt, die Empfehlungen würden akzeptiert. Zudem beschloss der Bundesrat eine Reihe von Massnahmen zur Vermeidung künftiger Datenabflüsse.

Die Xplain AG wurde im Jahr 2000 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Interlaken.

Übernahme

Neueste Beiträge

Telekom bleibt wertvollste Telco-Marke - Markenranking
Die Telekom behauptet ihre Spitzenposition im globalen Markenranking von Brand Finance. Der Markenwert steigt deutlich, im Gesamtranking verbessert sich der Konzern auf Platz elf.
2 Minuten
25. Jan 2026
Zug und Uni Luzern gründen Blockchain-Institut - Markets & Business
Der Kanton Zug und die Universität Luzern eröffnen das Zug Institute for Blockchain Research (ZIBR). Mit einem Startkapital von 25 Mio. Franken soll das neue Institut die interdisziplinäre Blockchain-Forschung stärken und Zugs Rolle als Crypto-Valley weiter ausbauen.
3 Minuten
Ganz privat im Web - Sicherheits-Tipps
Ein VPN-Service schützt Sie nicht nur beim Surfen, sondern wahrt auch Ihre Privatsphäre. Auf den folgenden Seiten erwarten Sie konkrete Produktempfehlungen und viele praktische Anwendungstipps.
9 Minuten
25. Jan 2026

Das könnte Sie auch interessieren

VBZ setzt im Kundendiensts auf KI-Butler auf Basis von IBM watsonx.ai - Proof of Concept
Um das steigende Anfragevolumen mit der vorhandenen Kapazität zu bewältigen, haben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) einen Proof of Concept (PoC) für einen auf künstliche Intelligenz gestützten E-Mail-Butler durchgeführt.
3 Minuten
11. Dez 2024
Swiss CIO & Cybersecurity in der neuen Computerworld-Ausgabe - Computerworld Ausgabe 4/2024
Die aktuelle Ausgabe zeigt, was die CIOs der grössten Schweizer Unternehmen bewegt. Stefan Fraude gibt Einblicke in die Transformation von Brack-Alltron und von Anna Kuruvilla erfahren wir, wie sich T-Systems in der Schweiz aufstellt. Doch das ist längst nicht alles.
2 Minuten
Tesla mit nächstem Gewinnrückgang trotz Verkaufsrekords - Automobilindustrie
Ein Kundenansturm zum Ende der US-Elektroauto-Prämie hat Tesla einen Verkaufsrekord gebracht. Der Gewinn fiel trotzdem stark. Elon Musk redet lieber über eine "Roboter-Armee", die er "beeinflussen" will.
5 Minuten
24. Okt 2025
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige