Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Basler Datenschutzbeauftragte kritisiert Microsoft-Wahl des Kantons

Die Datenschutzbeauftragte des Kantons Basel-Stadt bedauert den Regierungsentscheid zur umfassenden Einführung der Microsoft 365 Cloud (M365) in der Verwaltung.
Danielle Kaufmann
© (Quelle: Kanton BS)

Danielle Kaufmann sieht darin eine «erhebliche Schwächung der digitalen Souveränität und eine Gefährdung für die Grundrechte der Menschen» im Kanton.

Kaufmann hatte schon im Vorfeld von dieser Softwarelösung abgeraten und den Regierungsrat auf die Risiken aufmerksam gemacht, wie es in einem Communiqué heisst.

Mit der Auslagerung der gesamten ICT-Grundversorgung, dazu gehören auch E-Mail-Kommunikation, Telefonie und Datenablage, verliere der Kanton einen wesentlichen Teil seiner Kontrolle darüber, schreibt die Datenschutzbeauftragte.

Betroffen seien gemäss Regierungsmitteilung vom Dienstag auch sensible Daten der Bevölkerung wie etwa Sozial-, Gesundheits- und Finanzdaten. Diese seien in M365 zwar verschlüsselt. Microsoft habe jedoch weiterhin die Möglichkeit, darauf zurückzugreifen und für eigene Zwecke zu nutzen oder Dritten bekannt zu geben, schreibt die Datenschutzbeauftragte.

Abhängigkeit von Trump

Besonders überrascht zeigt sich Kaufmann darüber, dass die Regierung ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt kritische Daten des Kantons in die Hände eines US-amerikanischen Tech-Konzerns gebe. Damit mache sich Basel-Stadt weitgehend «von den erratischen und besorgniserregenden politischen Entwicklungen in den USA abhängig».

Die Konzerne intensivierten dort die Zusammenarbeit mit Regierung des Präsidenten Donald Trump, die gegenwärtig grundlegende rechtsstaatliche Garantien in Frage stelle, den Datenschutz aushöhle und die Schweiz mit willkürlichen Zöllen belege. Die Datenschutzbeauftragte weist weiter darauf hin, dass der Bund die Nutzung von M365 für sensible Daten und E-Mail-Verkehr ausdrücklich ausgeschlossen habe.

Die Grossrätin Anina Ineichen (Grüne) hat bereits eine Interpellation zu diesem Thema eingereicht. Sie will unter anderem von der Regierung wissen, wie diese mit M365 den Datenschutz gewährleistet.

Datenschutz Microsoft Vergabe
Anzeige

Neueste Beiträge

TWINT näherte sich 2025 der Milliardengrenze
Die Schweiz twintete 2025 so viel wie nie zuvor: 901 Millionen Transaktionen und über 6 Millionen Nutzer zeigen, wie fest TWINT im Alltag verankert ist.
2 Minuten
18. Feb 2026
Retarus und veenion schliessen Integrationspartnerschaft - Pressemitteilung
Intelligente Automatisierung des Dokumenteneingangs für E-Procurement-Prozesse im öffentlichem Sektor, Manufacturing und Retail.
4 Minuten
Stefan Velikov wird Head of Sales bei Bug Bounty Switzerland
Bug Bounty Switzerland ernennt Stefan Velikov zum Head of Sales und Mitglied der Geschäftsleitung.
3 Minuten
18. Feb 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Schweizer Top-CIOs: Stefan Pleisch, Zurich Schweiz - Vorgestellt
Die CIOs der grössten Schweizer Firmen stellen sich vor und berichten von anstehenden Projekten sowie aktuellen Herausforderungen.
2 Minuten
Swiss GRC im int. Marktüberblick zu Software für Governance, Risk und Compliance - Pressemitteilung
Swiss GRC aus Luzern ist im Governance, Risk, And Compliance Platforms Landscape, Q4 2025 von Forrester Research, Inc. vertreten – als einziges Unternehmen mit Hauptsitz in der DACH-Region.
3 Minuten
20. Jan 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige