Testcenter 09.09.2022, 17:12 Uhr

Im Test: Samsung Galaxy Z Fold 4

Das Flaggschiff von Samsungs Falt-Handy-Familie geht in die vierte Runde. Wie sich das Foldable schlägt und ob Samsung weiterhin die Oberhand in Europa behält, lesen Sie in unserem Test.
Das Galaxy Z Fold 4 hat sich im Vergleich mit dem Vorgänger in vielen Aspekten verbessert. Was bleibt ist ein saftiges Preisschild
(Quelle: Samsung)
Bei einem faltbaren Smartphone ist – mehr noch als bei anderen Geräten – das Aussehen wichtig. Ein Gerät, welches man wohl jeden Tag x-hundert Mal in die Hand nimmt (und auch finanziell ein ordentliches Investment erfordert), sollte gewisse Qualitäten erfüllen.
Was am Galaxy Z Fold 4 dann auch auffällt – Samsung hat hier Zeit investiert. Das Frontdisplay – 6,2 Zoll gross – lässt sich angenehm einhändig bedienen (wie immer ab einer gewissen Handgrösse). Generell kommt mir das Gerät weniger klobig und schwer vor. Wesentlich dazu beigetragen hat das schlankere Scharnier. So misst das Fold im zugeklappten Zustand 15,5 × 5 × 1,55 (Zentimeter, L × B × T) und wiegt rund 260 Gramm. Die 1,55 Zentimeter beziehen sich auf die dickste Stelle – beim Scharnier.
Natürlich ist das immer noch viel. Aber das liegt in der Natur des Gerätes. Auch wenn es in der Hosentasche spürbar ist – oder auch, nur wenn man es im ausgeklappten Zustand länger hält – so kann man Samsung mit einem so grossen Display keinen Vorwurf machen, zumal sie an der Dicke und am Gewicht des Geräts arbeiten.

Displays

Zusätzlich zu den veränderten Massen wurden die Ränder am Display ebenfalls verkleinert, sodass die «aufgeklappte» Seite quasi nur aus Bildschirm besteht – ohne jetzt konkrete Werte für die Screen-to-Body-Ratio zur Hand zu haben. Auch soll der Screen jetzt länger halten und die Unterglas-Kamera auf der Front wurde fast gänzlich unsichtbar – unser Versuch, die Kamera in einem Unboxing-Video (siehe oben) zu zeigen, zeitigte nur einen Teilerfolg.
Quelle: Samsung
Das Hauptdisplay des Galaxy Z Fold 4 misst 7,6 Zoll und kann – das ist ja der Sinn der Sache – quasi als Tablet verwendet werden. Samsung hat die maximale Helligkeit auf fast 900 Nits erhöht und dem Screen eine adaptive Bildwiederholfrequenz von 120 Hz spendiert. Heftig!
Wirklich grossartig ist aber die OLED-Technologie, auch wenn nur auf 7,6 Zoll. Das Bild ist – vor allem beim Videoschauen – leuchtstark, scharf und generell sehr lebendig. Wegen des fast quadratischen Seitenverhältnisses sind die Ränder von Videos oder Filmen manchmal etwas unglücklich abgeschnitten, jedoch tat dies dem Spass kaum einen Abbruch – man muss schon genau hinsehen, damit dies auffällt.
Quelle: Samsung
Die Schattenseite: Leider ist der Falz auf dem Galaxy Z Fold 4 immer noch deutlich sichtbar. Ohne dramatisieren zu wollen: Es nervt halt schon; die einen weniger, mich mehr.
Auch das «kleine» Front-Display – 6,2-Zoll – wartet mit einer flüssigen Bildwiederholfrequenz von 120 Hz auf. Das Tippen und allgemein die Bedienung ist schon sehr komfortabel. Dort hat Samsung definitiv viel Fleiss bewiesen.
Top auch der «Kipp-Modus». Klappt man das grosse Display in einem 90-Grad-Winkel auf, erscheint auf dem unteren Teil die Tastatur, oben die App. Praktisch, um zu arbeiten.

Software

Eine der grössten Verbesserungen beim Galaxy Z Fold 4 ist die Software. Vor allem das Multitasking ist wahrlich eine Freude. Es gibt eine neue Taskleiste, die am unteren Rand des Galaxy Z Fold 4-Displays erscheint und automatisch die zuletzt verwendeten Apps anzeigt. Die Favoriten sind durch den Nutzer variabel festlegbar, indem die Hauptmenüleiste auf dem Startbildschirm neu angeordnet wird.
Wie schon beim Vorgänger kann man auf dem grossen 7,6-Zoll-Display bis zu drei Apps gleichzeitig laufen lassen, diese lassen sich mit Drag&Drop bewegen – mit einer 2-Finger-Wischbewegung kann man die Apps offen nebeneinander platzieren. So lässt sich beispielsweise auch ein Foto aus der Galerie in eine andere App ziehen. Praktisch!



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