Huawei Mate 40 Pro im Test

Display und Akku

Quelle: Huawei
Das Display kommt mit einem gewaltigen 6,76 Zoll OLED-Display daher und löst mit 2772×1344 Pixeln und 456 ppi auf. Die maximale Helligkeit beläuft sich auf 781 Nits, was ein beeindruckender Wert ist. Somit ist man auch vor einem aufgrund der Sonneneinstrahlung unlesbaren Display geschützt. Dafür geht Huawei bei der Bildwiederholfrequenz auf Kompromisskurs. 90 statt bei den Flaggschiff-Geräten zunehmend verbreiteten 120 Hertz treffen wir hier an. Ein Kompromiss zwischen User Experience und Akkulaufzeit, meint Huawei. Vor allem der Modus «Dynamisch», der selbständig die Frequenzrate anpasst, passt gut in diesen Kompromiss. Stellt man nämlich auf Ultra, erhöht sich der Akkuverbrauch merklich. Darauf wird man schon im Menü aufmerksam gemacht – im Test quittierte das Mate 40 Pro bei intensiver Nutzung auf «Ultra» nach rund 8,5 Stunden den Dienst. Rund 10 waren es im «dynamischen» Modus. Das ist dann absolut akzeptabel, wenn man bedenkt, dass die Intensität des täglichen Gebrauchs wohl weniger hoch ist als in diesem Test. Ein guter Ansatz, um Energie zu sparen ist übrigens die neue Eyes-on-Display-Technologie. Dazu lesen Sie später mehr – im Kapitel «Kamera».
Das Hauptaugenmerk gilt dann auch eher dem Ladevorgang. 66 Watt am Kabel, 50 Watt über den Qi-Standard. Manch ein Besitzer eines fruchtigen Mitbewerbers macht da grosse Augen. 30 Minuten sind nötig, um von 0 auf rund 80 Prozent Ladestand zu kommen – mit spürbarer, aber nicht unangenehmer Erwärmung des Geräts.

Kamera – der Fokus liegt auf dem Fokus

Das Signature-Feature eines Huawei Edel-Phones ist aber seit jeher die Kamera (oder zumindest seit dem endgültigen Kamera-Durchbruch beim P20 Pro). Nebst einer starken Performance soll es auch neue Features geben. Hier setzt Huawei schon auf der Front an. Wie bereits erwähnt, sind auf der Vorderseite zwei Linsen anzutreffen. Ein 13 MP Weitwinkel und eine mit Tiefensensor. Nebst der Gesichtserkennung setzt Huawei auf die Eyes-on-Display-Technologie. Neu schaltet sich das Display automatisch ein, wenn der Sensor die sich nähernden Augen erkennt. «Always-on» und der damit einhergehende Batterie-Verschleiss braucht es also nicht mehr.
Auf der Rückseite gibts einen 50-Megapixel-Weitwinkel, einen 20-MP-Superwide und eine 12-MP-Telefoto-Kamera mit fünffach optischem Zoom. Ein leicht vergrösserter Sensor sorgt vor allem bei schlechtem Licht für Abhilfe.
Quelle: PCtipp.ch
Mir stachen beim Testen der Kamera vor allem drei Features ins Auge: Da ist zum einen der «wandernde Fokus» beim Filmen, genannt «Motivverfolgung». Filmt man beispielsweise sein Haustier, dann kann man der Kamera-Software den kleinen Fifi als Objekt angeben, das es stets und ständig zu fokussieren gilt. Das ist in der Tat cool. Der Fokus folgt dem sich bewegenden Objekt automatisch und passt sich selbst und die Schärfe bei jeder Aufnahme an. Natürlich lässt sich hier noch ein gewisser «Nachzugsmoment» feststellen, speziell bei schnellen Richtungswechseln, aber insgesamt doch sehr zuverlässig.
Ein zweites Feature ist die automatische Winkelanpassung. Die Software registriert bei der Personenfotografie selbständig, wenn sich eine weitere Person ins Bild quetscht und zoomt automatisch raus, sodass die zu fotografierenden Personen schön eingemittet werden.
Ebenfalls ist mir die ausgebaute Zeitlupen-Funktion aufgefallen. Vierfache bis 128-fache Geschwindigkeit ist hier möglich – inklusive automatischer Bewegungserkennung. Kein Bewegungsdetail eines Usain-Bolt-Sprints bleibt so unbemerkt.



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