Huawei MateBook X 02.03.2018, 14:31 Uhr

So klein und doch so potent

Das MateBook X aus dem Hause Huawei ist schlicht, sieht aber schick aus. Doch was taugt es? Computerworld hat das Gerät auf den Prüfstand gestellt.
(Quelle: Huawei)
Mit dem MateBook X lanciert Hersteller Huawei ein rassiges 13,3 Zoll grosses Ultrabook, das mit 1,05 Kilogramm zur mobilen Federklasse zählt. Der Hersteller verbaut dazu ein nahezu rahmenloses Display, dessen Saum gerade einmal 4,4 Millimeter breit ist. Überhaupt gehört der Bildschirm, der die Farben kräftig und detailreich anzeigt, zu den Stärken des Geräts: Die Auflösung von 2160 × 1440 Pixeln entspricht einem Seitenverhältnis von 3:2 und weicht deutlich vom fast schon üblichen Seiten­verhältnis von 16:9 ab. Die Blickwinkelunabhängigkeit lag im Test bei rund 155 Grad – ein guter Wert. Allerdings spiegelt das IPS-Panel für unseren Geschmack einen Tick zu stark, womit es bei zu viel seitlichem Licht zu Problemen kommen kann. Es hilft hierbei, die Hintergrundbeleuchtung entsprechend hochzudrehen, doch das geht natürlich zulasten der Akkulaufzeit.
Genauso gut wie der Bildschirm gefiel uns auch die Tastatur: Zum einen, weil es sich um eine Full-Size-Tastatur handelt, die auch für eher dicke Finger sehr gut geeignet ist; zum anderen, weil der gesamte Tastaturblock über einen präzisen Anschlagpunkt verfügt.

Stabil trotz filigraner Bauweise

Die Höhe des MateBook X beträgt lediglich 12,5 Millimeter. Beim Stabilitätstest gibt sich das sauber verarbeitete Gerät trotz der filigranen Bauweise keine Blösse. Das Scharnier zwischen Gehäuse und Display ist robust gebaut. Selbst beim mehrmaligen Auf- und Zuklappen wippt das Display nur wenig nach. Schön: Huawei hat den Einschaltknopf mit einem Fingerscanner gekoppelt. Im Test funktionierte dieses Sicherheitsmerkmal, das anstatt des Windows-Passworts verwendet werden kann, sehr zuverlässig.
Zu den weiteren Highlights der Ausstattung gehört der 512 GB grosse SSD-Datenträger, dem insgesamt 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Als Taktgeber arbeitet im Notebook Intels Zweikernprozessor Core i7-7500U (2,7 GHz). Auf einen separaten Grafikchip hat der Hersteller verzichtet. Statt­-dessen arbeitet der im Intel-Prozessor integrierte Grafik- beschleuniger HD Graphics in Version 620. Damit lassen sich einfache Multimediaaufgaben erledigen sowie Spiele in mittlerer Auflösung spielen; mehr aber auch nicht.
In unseren Leistungstests schaffte das Notebook gute 377 Cinebench-Punkte bei der Gesamtperformance. Die Grafik erreichte im OpenGL-Test achtbare 49 Bilder pro Sekunde. Schön dabei: Lüfterlärm gibt es nicht, da das MateBook X ohne Lüfter auskommt. Neben Bluetooth ist im Modell WLAN-AC verbaut. Ein optisches Laufwerk fehlt dem Notebook. Die weitere Anschlussvielfalt hält sich in Grenzen: Insgesamt bietet das MateBook X zwei gegenüberliegende USB-3.1-C-Ports. Auf der linken Seite lässt sich das Gerät über den mitgelieferten Stromadapter aufladen, auf der rechten Seite wird das MateDock 2 eingesteckt, das zum Lieferumfang gehört. Dadurch kommt der Anwender in den Genuss von drei weiteren Schnittstellen: je ein VGA-, HDMI- und USB-A-Port.


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