Hands-on 11.03.2019, 09:59 Uhr

Das Samsung Galaxy S10+ im Test

Computerworld hat Samsungs neuen Vorzeige-Ferrari auf Herz und Nieren getestet – das kam dabei raus.
(Quelle: Samsung )
Seit dem 8. März wartet das Galaxy S10 von Samsung in den Regalen der Läden. Wobei man eigentlich sagen müsste: Die neue S10-Smartphone-Serie, denn insgesamt besteht die S10-Familie aus vier Smartphones, die alle mit ihren eigenen Vorzügen glänzen. Wir haben das Galaxy S10+ als Testexemplar erhalten und dieses auf Herz und Nieren geprüft.
Die Body-Display-Ratio beträgt über 93 Prozent
(Quelle: fb / NMGZ)
Es ist das grösste Telefon des Quartetts, misst in der Display-Diagonalen ganze 6,4 Zoll. Dazu hat es abgerundete Kanten, ähnlich dem Huawei Mate 20 Pro. Dies ist aber kein Grund zur Panik, denn diese Grösse bezieht sich praktisch auf das ganze Gerät – da kommen also keine Becels, die das Handy zu einem Ungetüm machen. Die Display-Ratio beträgt rund 93 Prozent. Dazu kommt, dass das Gehäuse lediglich 7,8 Millimeter dick ist. Dadurch lässt sich das Gerät trotz des grossen Gehäuses gut umfassen und bedienen. Zugegeben allerdings: Ohne grössere Pranken wird sich die einhändige Bedienung schwierig gestalten. Aber dafür gibt’s ja den Minimize-Mode.
An der Seite des Geräts, beim SIM-Schacht, findet sich ein MicroSD-Slot zur Speichererweiterung (bis zu 512 GB). Braucht man das nicht, kann man diesen auch für eine zweite SIM-Card nutzen, da es ein Hybrid-Slot ist. Auf der Unterseite liess es sich Samsung nicht nehmen, einen 3,5-mm-Klinkenport neben den USB-C-Slot einzubauen. Der nun weggefallene physische Fingerprint-Sensor ist unter das Display gewandert. Spannend: Dieser basiert auf Ultraschall-Technologie. Das bedeutet, dass er auf hochfrequentierte Ultraschallwellen reagiert, um die Details des Fingerabdrucks zu ermitteln. Auf der Rückseite erwartet uns Keramik-legiertes Glas (wahlweise auch in Schwarz), dass sehr elegant aussieht und natürlich über die Qi-Ladetechnik aufgeladen werden kann.
Die Rückseite gibts mit Porzellan-Legierung
(Quelle: fb / NMGZ)

4K-Video – vorne und hinten!

Die erwähnte Notch-freie Front wartet stattdessen mit einem Double Cut-out auf, der ein Weitwinkelobjektiv von 10 MP, sowie ein 8-MP-Objektiv beherbergt. Auf der Rückseite findet sich eine Dreifach-Kamera mit Tele-, Weitwinkel sowie Ultra-Weitwinkel-Objektiv mit 12, respektive 16 Megapixel beim Ultraweitwinkel. Letzteres verfügt über einen Winkel von maximal 123 Grad – das entspricht dem Sichtwinkel des menschlichen Auges, was auch das Konzept hinter der «unkonventionellen» Gradzahl des Objektivs ist – «what you see is what you get on the picture» (was Sie sehen, ist auch, was aufs Bild kommt). Das Tele-Objektiv verfügt zudem über einen optischen zweifach und digitalen 10-fach Zoom. Auch an einen optischen Bildstabilisator hat Samsung gedacht. Premium-Klasse ist zudem, dass sowohl Front- wie auch Rückkameras 4K-videofähig sind. Über das Menü lässt sich hier eine Software-basierte Videostabilisierung aktivieren.
3 Kameras mit jeweils unterschiedlichen Merkmalen
(Quelle: Samsung)
Die Foto-App wurde ohnehin runderneuert: So finden sich bei der Bildoptimierung mittlerweile 10 verschiedene Szenarien – je nach Motiv werden Farbtöne angepasst, Aufnahmepositionen vorgeschlagen und Warnungen bei Störfaktoren eingeblendet. Im Nachtmodus wird zudem die Belichtungszeit an die äusseren Verhältnisse angepasst und mehrere Einzelaufnahmen zu einem optimierten Gesamtbild zusammengesetzt. Die Fotos, auch jene mit der Front-Cam, gelingen echt gut. Die Nachbearbeitung durch die Software sorgt teilweise etwas für Detailverlust, jedoch nicht so wie etwa die Front-Cam des P20 Pro dies bei Gesichtern getan hat.


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