Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Ständerat bewilligt 666-Millionen-Franken-Kredit für EU-Programme

Die Schweiz soll sich mit einem Pflichtbeitrag wieder den vollen Zugang für die EU-Forschungsprogramme sichern. Dieser Meinung ist der Ständerat. Er hat einem entsprechenden Nachtragskredit zugestimmt.
© (Quelle: Archiv NMGZ)

Schweizer Forschende können seit Kurzem wieder an EU-Programmen teilnehmen. Die Übergangsbestimmung ist mit einem Pflichtbetrag verbunden. Der Bundesrat beantragt dafür 666 Millionen Franken.

Am Dienstag gab die kleine Kammer grünes Licht dafür. Mit 36 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung lehnte sie einen Antrag auf Streichung des Kredits für die EU-Forschungsprogramme ab. Nun ist der Nationalrat am Zug. Sagt auch er Ja, ist die Teilnahme von Forschenden in der Schweiz an den Ausschreibungen der EU des Jahres 2025 finanziert.

Finanzministerin Karin Keller-Sutter machte geltend, dass die Schuldenbremse auch mit Annahme des umfangreichen Nachtragskredits Ende Jahr eingehalten werden könne. Grund dafür seien die nicht ausgeschöpften Voranschlagskredite, sogenannte Kreditreste. In den Jahren 2015 bis 2024 hätten sich diese im ordentlichen Haushalt auf durchschnittlich 2,3 Milliarden Franken belaufen.

Kritik aus den Reihen der SVP

Die Wiederassoziierung der Schweiz an die Forschungsprogramme war Teil der Verhandlungen über das Gesamtpaket Schweiz-EU. Seit Anfang Jahr können Forschende wieder an fast allen Ausschreibungen von Horizon Europe, Euratom sowie Digital Europe teilnehmen.

Zwischen 2021 und 2024 war die Schweiz von einer Finanzierung durch die EU ausgeschlossen und hatte stattdessen eine nationale Finanzierung bereitgestellt. Der nun fällige Pflichtbeitrag für die erneute Teilnahme an den EU-Programmen könne nicht mit den für die Übergangsmassnahmen eingestellten Mitteln kompensiert werden, sagte Keller-Sutter.

Ständerätin Esther Friedli (SVP/SG) äusserte dagegen die Befürchtung, dass die Kreditreste nicht ausreichen könnten, um den hohen Nachtragskredit zu kompensieren. «Dieser Nachtrag ist nicht konform mit der Schuldenbremse.» Die Übergangslösung, die nach dem vorübergehenden Ausschluss der Schweiz von den Programmen gefunden wurde, sei effizient und genüge.

Politik Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

Digitale Kriminalität bleibt auf ähnlichem Niveau wie 2024
Insgesamt sind 554'963 Straftaten gemäss Strafgesetzbuch (StGB) im Jahr 2025 verzeichnet worden. 57'761 Straftaten wurden mit einem digitalen Tatvorgehen erfasst.
3 Minuten
25. Mär 2026
Schweizer Glasfaserabdeckung verbessert sich im europäischen Vergleich stark
Die neuesten Zahlen des FTTH Council Europe zeigen, dass die Schweiz beim Glasfaserausbau im 2025 weiter Fortschritte machte, im europäischen Vergleich holt man zum Durchschnitt auf. 
3 Minuten
25. Mär 2026
Telekom-Technikchef verlässt Konzern überraschend
Der für Technik und Produkte zuständige Vorstand Abdu Mudesir verlässt die Deutsche Telekom nach nur wenigen Monaten im Amt. Eine Nachfolge ist bislang nicht geregelt.
2 Minuten
25. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Honor zeigt Smartphone mit Roboterarm
Auf dem Mobile World Congress zeigt Honor das Robot Phone. Es hat als Premiere eine Kamera auf einem ausfahrbaren Roboterarm, der wie ein Gimbal funktionieren sol.
2 Minuten
4. Mär 2026
Telekom setzt auf Starlink gegen weisse Flecken
Mit satellitengestützter Direktverbindung will die Deutsche Telekom Funklöcher in Europa schliessen. Gemeinsam mit Starlink soll der Dienst ab 2028 in mehreren Ländern starten.
2 Minuten
3. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige