Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Festplatten sind künftig dünner als Papier

Forscher des Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology haben ein neues Speichermedium mit bisher ungeahnten Spezifikationen entwickelt. Es wird dünner als ein Blatt Papier sein.
© www.dgist.ac.kr

Sie setzen statt des bisherigen ferroelektrischen Materials, das die digitalen Einheiten "Eins" und "Null" in Form von winzigen gepolten Magneten speichert, ganze Stapel von Graphenfolien ein, die eine nicht wesentlich dickere Folie aus α-RuCl₃, eine spezielle Form von Rutheniumchlorid, voneinander trennt.

Dipole werden Speichermedien

α-RuCl₃ ist diamagnetisch, eine andere Form des Magnetismus als der Ferromagnetismus. In der Kombination mit Graphen, der zur eine Atomlage dicken Struktur aus Kohlenstoffatomen, die wabenförmig angeordnet sind, entstehen elektrische Dipole. Diese winzigen Magnete lassen sich als Datenspeicher nutzen. Anders als Festplatten mit Dimensionen im Mikrometerbereich sind selbst zahlreiche übereinandergestapelte Schichten aus Graphen und α-RuCl₃ immer noch weitaus dünner als ein Blatt Papier.

Die Leistung der herkömmlichen ferroelektrischen Materialien, die für die Informationsspeicherung verwendet werden, nimmt mit abnehmender Dicke stark ab, und ihre Herstellung wird immer schwieriger. Daher ist ein Wettlauf zur Entwicklung alternativer Materialien im Gang, mit denen Speichereigenschaften in ultradünnen Materialien ohne Verwendung von Ferroelektrika realisiert werden. Im neuen Konzept lassen sich Daten in diesem Material elektrisch aufzeichnen und löschen.

Extrem niedrige Temperatur nötig

Die Sache hat allerdings noch einen Haken. Die ultradünne Festplatte funktioniert am besten bei einer Temperatur von minus 243 Grad Celsius und ist daher für Smartphone, Laptops und andere gängige private und professionelle Geräte zumindest noch nicht geeignet. "Wir gehen davon aus, dass diese Technologie zunächst einmal als Speicher für Quantencomputer eingesetzt werden können, die ohnehin bei extrem niedrigen Temperaturen arbeiten", so Forschungsleiter Youngwook Kim. Er will nun das Verfahren weiterentwickeln. (pressetext.com) 

Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

KI bringt sich selbstständig neues Wissen bei
Ein wenig angeleitet, kann sich Künstlichen Intelligenz (KI) selbst neues Wissen aneignen. Das haben Ingenieure der USC Viterbi School of Engineering herausgefunden.
3 Minuten
12. Mär 2026
Ars Electronica 2026: „Zukunft beginnt“
2026 widmet sich Ars Electronica dem Jahresthema „Zukunft beginnt“. Anlass ist das 30 Jahr Jubiläum des Ars Electronica Center, das 1996 gemeinsam mit dem Ars Electronica Futurelab seinen Betrieb aufnahm.
3 Minuten
12. Mär 2026
Oppo entwickelt Technik für Falt-Smartphones weiter
Bei seinem neuen Falt-Smartphone will Oppo einen technologischen Schritt nach vorne machen und die Falte im Display komplett entfernen.
4 Minuten
12. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
15 Millionen Seiten aus über 200 Schweizer Zeitungstiteln jetzt online zugänglich
Die Plattform für digitalisierte Zeitungen e-newspaperarchives.ch erreicht einen weiteren Meilenstein. 15 Millionen Seiten aus über 200 verschiedenen Zeitungstitel aus der Schweiz sind nun digitalisiert und online einsehbar.
2 Minuten
25. Feb 2026
Im Test – Logitech Pro X2 Superstrike - Gaming-Innovation
Magnetische Schalter haben die Tastaturwelt bereits aufgerüttelt – nun legt Logitech mit einer ähnlichen Technologie bei der Computermaus nach. Und die hat es in sich: Sie ermöglicht Gamern ungeahnte Anpassungsmöglichkeiten und Vorteile.
4 Minuten
17. Feb 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige