Performance und Kapazität 10.01.2019, 14:31 Uhr

Intel kombiniert Optane mit QLC 3D NAND

Intel hat auf der CES in Las Vegas den neuen M.2-SSD-Speicher «Intel Optane Memory H10» im Gepäck, der die Vorteile der performanten Optane-Technologie mit preiswertem QLC 3D NAND vereinen soll.
(Quelle: Intel)
Intel hat auf der CES eine neuartige Speicherlösung für Notebooks im Gepäck: Bei seiner M.2-SSD mit der Bezeichnung «Intel Optane Memory H10» kombiniert der Chip-Spezialist hochperformanten Optane-Speicher mit kostengünstigem QLC 3D NAND. Das Ergebnis ist eine gleichermassen schnelle als auch vergleichsweise grosse Speicherlösung.
Bislang kam Intels Optane-Speicher in erster Linie als schneller SSD-Cache zum Einsatz. So setzt etwa Acer die Speichertechnologie ein, um seinem Aspire 5 Beine zu machen. Das Business-Notebook nutzt neben dem Optane-Modul eine herkömmliche HDD mit 1 TByte Kapazität. Dank des Cache-Speichers arbeitet das Gerät dennoch so schnell wie vergleichbare Ultrabooks mit grossen SSD-Speichern.
Intel Optane Memory H10 kombiniert schnellen Optane-Speicher mit günstigem QLC 3D NAND.
(Quelle: Intel)
Dasselbe Prinzip vereint Intel nun bei Optane Memory H10 in einem einzelnen M.2-Speicher. Da die neue Lösung allerdings auf ein angepasstes Mainboard für das Speichermanagement angewiesen ist, soll der Speicher zunächst vorinstalliert in diversen Notebook-Modellen an den Start gehen. Dort ist die Lösung in drei Varianten mit unterschiedlichen Speicherkombinationen erhältlich: 16 GByte Optane & 256 GByte QLC 3D NAND, 32 GByte Optane & 512 GByte QLC 3D NAND sowie 32 GByte Optane & 1 TByte QLC 3D NAND. In Benchmark-Tests von Intel liegt die Performance der Speicher auf Augenhöhe mit Samsungs 970 Pro beziehungsweise leicht darüber.
Inwiefern die etablierten Hardware-Hersteller Anpassungen ihrer Desktop-Mainboards für die Intel-SSDs vornehmen, ist derzeit nicht bekannt. Der neuartige Speicher soll ab Frühjahr 2019 verfügbar sein.

SSHDs in neuem Gewand

Gänzlich neu ist der Ansatz, den Intel mit seinen neuen SSDs verfolgt indessen nicht. Bereits vor Jahren versuchen Hersteller mit SSHDs den Spagat zwischen Performance und Kapazität zu gehen. Aufgrund der stetig sinkenden Preise für SSD-Speicher konnte sich dieses Konzept allerdings nicht durchsetzen. Ob Intel dieses Kunststück nun mit der H10 gelingt, ist daher ebenfalls mehr als fraglich.


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