Quantencomputer im Einsatz 05.01.2018, 13:00 Uhr

Sounds aus IBMs Quanten-Forschungslabor

Wissenschaftler können über einen Webdienst mit einem 20-Qubit-Quantenrechner von IBM experimentieren. Welchen Klang das System bei der Arbeit von sich gibt, zeigt IBM nun in einem Video.
So sieht es im Innern des Forschungslabors aus
(Quelle: IBM)
Neben Google und Microsoft arbeitet auch IBM mit Hochdruck an der Entwicklung von Quantencomputern. Die Funktion dieser Superrechner beruht – im Gegensatz zu heutigen Digitalrechnern – nicht auf den Gesetzen der klassischen Physik beziehungsweise der Informatik, sondern auf jenen der Quantenmechanik. Sind die Systeme einmal ausgereift, soll es mit ihrer Hilfe möglich sein, Probleme zu lösen, für welche die Rechenleistung aktueller Computer nicht ausreicht.
IBM ermöglicht es Wissenschaftlern seit 2016, über einen Webdienst mit seinem Quantencomputer zu experimentieren. Auf Ende 2017 hat IBM die Rechenleistung des Systems auf 20 Qubits erhöht. IBM Forscher in New York arbeiten nun bereits an einem Rechner mit einer Leistung von 50 Qubits.

Sounds aus dem Labor

In einem Clip, den IBM auf der Video-Plattform YouTube aufschaltete, erhält man nun einen Blick ins Computation Center des US-Unternehmens. Die Tonaufnahmen zeigen dabei, welche Töne IBMs 20-Qubit-Rechner bei der Arbeit von sich gibt.
Für das Klirren und Zischen ist das Kühlsystem des Quantencomputers verantwortlich. Denn damit das System funktioniert, muss es gemäss IBM auf 15 Millikelvin heruntergekühlt werden – kälter als im Weltall. Atome würden so praktisch regungslos.
Das Tech-Unternehmen entwickelt das System namens IBM Q gemeinsam mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Dabei soll erforscht werden, in welcher Art und Weise Quantenrechner künftig in verschiedenen Feldern eingesetzt werden könnten. Bis es soweit ist, könnte es allerdings noch eine Weile dauern.


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