Browser Update 31.07.2019, 14:31 Uhr

Chrome 76 verschleiert Inkognito Modus

Googles Chrome Browser geht in Version 76 an den Start. Unter anderem wird der Inkognito Modus nun verschleiert und Flash-Inhalten werden standardmässig blockiert.
(Quelle: slyellow / shutterstock.com )
Google steht mit Version 76 seines Chrome-Browsers in den Startlöchern. Das Update steht für Windows, Mac und Linux sowie Android bereit. Die neue Version hat zahlreiche Neuerungen mit an Bord. Unter anderem wird Flash nun vollständig blockiert.
Adobles Flash Player sowie Flash-Inhalte sind seit Langem in Verruf geraten und stellen unter Umständen ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar. Google hatte bereits 2015 damit begonnen, Flash Schritt für Schritt aus Chrome zu verbannen. Zunächst wurden die einzelnen Inhalte pausiert. Ab Chrome 53 im Jahr 2016 blockierte der Browser bereits rund 90 Prozent aller Flash-Elemente automatisch. Die standardmässige Blockierung wurde kontinuierlich ausgedehnt. Ab Version 69 musste Flash in jeder Sitzung manuell aktiviert werden. Nachdem Adobe selbst Flash im kommenden Jahr aber ohnehin den Gnadenschuss versetzen will, hat Google die Blockierung statt für einzelne Elemente nun auf den gesamten Browser ausgeweitet.
Ausserdem neu ist, dass Webseiten nicht mehr erkennen können, ob der Inkognito Modus verwendet wird. Der Modus ist grundsätzlich dazu gedacht, die Privatsphäre der Nutzer besser zu schützen. Damit lässt sich allerdings oft auch die Bezahlschranke auf Webseiten mit kostenpflichtigen Inhalten umgehen. Bisweilen konnte der Inkognito Modus jedoch enttarnt werden. Dem schiebt Google nun jedoch einen Riegel vor und verschleiert den Modus.

Installations-Button für PWAs

Auch im Bereich Progressive Web Apps (PWA) hat Google Optimierungen vorgenommen. Erfüllt eine Webseite Googles PWA-Kriterien, wird automatisch ein Installations-Button (ein Plus-Symbol in einem Kreis) an der rechten Seite der Adress-Leiste eingeblendet. Damit kann der Nutzer die Webseite auf Wunsch als PWA auf seinem Desktop installieren. Mobil gestaltet sich dieser Vorgang ähnlich, wenn auch verschlankt. Die Info-Bar, mit dem PWA-Installations-Button wird nur beim ersten Besuch der Webseite eingeblendet. Besonders auf den kleineren Bildschirmen mobiler Geräte war es für die Anwender bisweilen lästig, diese Info-Bar beständig wieder angezeigt zu bekommen.
Mit einer Änderung im Umgang mit Pop-ups schafft Google ein weiteres Ärgernis aus der Welt. Webseiten können die Elemente nur dann einblenden, wenn der Nutzer tatsächlich mit der Seite interagiert. Was als Interaktion gilt, hat Google genau definiert. Eine Maus-Bewegung oder das Drücken der ESC-Taste zählen zum Beispiel nicht dazu. Wird hingegen ein Inhalt angeklickt, wertet der Browser dies als beabsichtigte Interaktion.
Diese und weitere Änderungen stehen den Nutzern ab sofort zur Verfügung. Das Update wird in der Regel automatisch aufgespielt. Alternativ kann der Browser auch manuell heruntergeladen werden.

Standardmässig sind Webbrowser zumeist auf Basisfunktionen beschränkt. Deshalb bieten die Add-on-Stores von Firefox und Co. ein mannigfaltiges Angebot an Erweiterungen, um das Surfen im Netz produktiver zu gestalten.



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