Angriffsziel Schweizer KMU

Unterschätztes Cyberrisiko

Cyberrisiko wird unterschätzt

Trotz der offensichtlichen Bedrohungslage, unterschätzen viele KMU das Cyberrisiko: Einen Tag lang ausser Gefecht gesetzt oder gar in der Existenz gefährdet zu werden, empfinden nur 10 Prozent bzw. 4 Prozent als grosse oder sehr grosse Gefahr.

Offensichtlich wiegt man sich in Sicherheit: Über die Hälfte der befragten Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer (56 Prozent) fühlt sich gut bis sehr gut vor Cyberangriffen geschützt.
Brigitta Gadient, Präsidentin der Kommission zur Datenbearbeitung und Datensicherheit des Bundes, sieht Handlungsbedarf
Schliesslich ergab die Studie, dass der Schutz vor Cyberangriffen ungenügend ist. Nur 60 Prozent der Befragten geben nämlich an, Grundschutzmassnahmen wie Malware-Schutz, Firewall, Patch-Management und Backup voll und ganz umgesetzt zu haben. Systeme zur Erkennung von Cyber-Vorfällen wurden nur von jedem fünften Unternehmen vollständig eingeführt. Prozesse zur Behandlung von Cyber-Vorfällen nur noch von 18 Prozent der befragten Unternehmen, Mitarbeiter-Schulungen über den sicheren Gebrauch von IT lediglich von 15 Prozent.

Es besteht Handlungsbedarf

Die Untersuchungsergebnisse lassen bei den beteiligten Verbänden und Organisationen die Alarmglocken schrillen. Brigitta Gadient, die Präsidentin der Kommission zur Datenbearbeitung und Datensicherheit des Bundes, betont daher, die Resultate der Umfrage zeigten einmal mehr, dass es einen Handlungsbedarf gibt. «Die Kommission arbeitet deshalb an den Eckpfeilern einer IT-Security Best Practice für die KMU-Welt. In Zusammenarbeit mit allen Partnern, Verbänden, Unternehmen und IT-Serviceleistern soll diese IT-Security-Grundhygiene in die Wirtschaft hinausgetragen werden und dort eine breite Anwendung finden», ergänzt Gadient.

Die komplette Studie lässt sich hier herunterladen.

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