Telefonbetrug 14.06.2018, 11:25 Uhr

Fake-Supportler von Google und Microsoft ergaunern sich über 20'000 Franken

Telefonbetrüger haben sich in Zürich als Mitarbeiter von Google und Microsoft ausgegeben, um ihren Opfern Geld zu entlocken. In den letzten Wochen ergaunerten sie sich so über 20'000 Franken.
In Zürich treiben wieder einmal Telefonbetrüger ihr Unwesen. Bei der Stadtpolizei Zürich meldeten sich seit Anfang Mai mehrere Personen, die ihnen auf den Leim gegangen sind. Die Betrüger hätten sich am Telefon als Mitarbeitende von Microsoft oder Google ausgegeben, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung. Im Gespräch gingen sie nach einem altbekannten Schema vor: Sie erklärten ihren Opfern, dass deren Computer mit einem Virus verseucht, respektive gehackt worden sei. Gemäss der Stadtpolizei belegten die Betrüger dies mit «angeblichen Beweisen». Im Anschluss brachten sie die Opfer dazu, ihnen Zugriff auf den PC zu gewähren, um den Schaden zu beheben – beispielsweise mittels Teamviewer.
Laut der Stadtpolizei Zürich ergaunerten sich die Betrüger in den letzten Wochen so über 20'000 Franken. An das Geld kamen die Schwindler, indem sie die Geschädigten aufforderten, Wertkarten für iTunes und den Google Play Store zu kaufen und ihre Kreditkartendaten bekannt zu geben. Daneben hätten sie auf den PCs Schadsoftware installiert, um diese zu sperren oder später auch E-Banking-Zugangscodes abzugreifen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Die Stadtpolizei rät deshalb, misstrauisch zu sein:
  • bei Anrufen von unbekannten Personen
  • bei Personen, die sich unaufgefordert melden
  • bei Personen, die unangemeldet Support für den PC anbieten
  • bei Personen, die zur Überweisung von Geld auffordern
Ferner sollte man Unbekannten keinen Zugriff auf den eigenen Rechner geben oder Anweisungen von ihnen ausführen. Auch ist es nicht ratsam, Bankdaten, Kreditkarteninformationen sowie persönliche oder vertrauliche Daten via Telefon oder E-Mail weiterzugeben. Die Stadtpolizei weist zudem darauf hin, dass sich Polizisten sowie Support-Mitarbeiter von Microsoft oder Google nie persönlich melden würden, um angebliche Probleme zu beheben. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, solle dies der Polizei umgehend unter der Notrufnummer 117 melden.


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