Zusammenarbeit mit Stiftung Switch 07.06.2019, 13:42 Uhr

Swisspower lanciert Stadtwerke-Kooperation für die Cybersicherheit

Das Gemeinschaftsunternehmen Swisspower lanciert eine Stadtwerke-Kooperation im Bereich Cybersecurity. Mit der Stiftung Switch wird dabei ein Enerigie-CERT aufgebaut.
(Quelle: Pixabay )
Swisspower lanciert eine Plattform, in der Stadtwerke im Bereich Cybersecurity firmenübergreifend zusammenarbeiten sollen. «Die Digitalisierung der Energiewirtschaft schreitet voran - und damit nimmt auch das Risiko von Cyberangriffen zu. Dass die Gefahr real ist, zeigen verschiedene Vorfälle in den vergangenen Jahren, in denen Infrastrukturbetreiber Ziel von Hackerangriffen waren», begründet Swisspower die Entscheidung zur Einrichtung der Plattform in einer Mitteilung. Die Plattform entsteht laut Swisspower in Zusammenarbeit mit der Stiftung Switch. Sie betreibe seit 20 Jahren ein Computer Emergency Response Team (CERT) und habe 2018 damit begonnen, mit grossen Elektrizitätsunternehmen ein branchenspezifische «Energie-CERT» aufzubauen. Innerhalb dieses Energie-CERT etabliere Swisspower einen neuen Kundenkreis für Stadtwerke und ihre spezifischen Bedrohungen.
Das Gemeinschaftsunternehmen schreibt weiter, dass Stadtwerke ihre Kunden heute nicht nur mit Strom, sondern auch mit Gas, Wärme und Wasser beliefern. Leitsysteme, welche diese Netze und Anlagen steuern, seien als kritische Infrastrukturen einem erhöhten Risiko ausgesetzt und müssten geschützt werden. Dasselbe gelte für die im Zuge der Digitalisierung eingesetzten Sensoren und Regler wie beispielsweise Smart Meter. «In dieser komplexen Materie ist es wichtig, firmen- und branchenübergreifend zu kooperieren. So können die einzelnen Unternehmen Ressourcen bündeln, Erfahrungen teilen und mit den immer professioneller werdenden Angreifern Schritt halten», wird Ronny Kaufmann, CEO von Swisspower, in der Mitteilung zitiert. Das neue CERT startet mit vier schweizerischen Stadtwerken und soll sukzessive erweitert werden.

Unterstützung vom Bund

Unterstützt wird die Initiative zum Aufbau des Energie-CERT vom Bundesamt für Energie (BFE). «Die Cyberangriff-Problematik ist real. Je mehr smarte Elemente im Energiesystem miteinander kommunizieren, desto wichtiger wird ein verlässliches Sicherheitsdispositiv der Energiebranche», wird Benoît Revaz, der Direktor des BFE, zitiert. Vorgesehen ist gemäss Communiqué eine Zusammenarbeit mit dem Cyber-Defence-Campus der Armasuisse. Den Angaben von Thomas Rothacher zufolge, Leiter Wissenschaft und Technologie bei Armasuisse, verstehe sich dieser als Antizipationsplattform von Cyber-Risiken und wolle so zum Austausch von Informationen und Know-how beitragen. Der Cyber-Defence-Campus forscht an Technologien zur Früherkennung von Bedrohungen im Cyber-Bereich. Er arbeitet dabei mit akademischen Institutionen und, falls möglich, auch mit der Industrie zusammen.
Aufgabe des aus IT-Sicherheitsspezialisten bestehenden Energie-CERT-Teams soll laut Swisspower schliesslich die Prävention, Detektion und Bewältigung von IT- und Netzwerk-Vorfällen bei seinen Kunden sein.


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