Auswertung 16.10.2020, 13:23 Uhr

So lange arbeiten wir für ein iPhone

Wenn Sie finden, dass das iPhone in der Schweiz zu teuer sei, sollten Sie einen Blick über die Grenze wagen. Das rückt die Perspektive zurecht.
(Quelle: Tyler Lastovich / Unsplash)
Die Schnäppchenseite Picodi.com (Quelle) analysiert die Kosten für das iPhone besonders lebensnah und stellt die einzige Frage, die wichtig ist: Wie lange muss man in einem Land arbeiten, um sich ein schickes neues iPhone 12 Pro mit 128 GB Speicher zu kaufen?
Die Berechnung basiert auf dem Durchschnittslohn in einem Land, der wiederum von den statistischen Ämtern oder den zuständigen Ministerien in Erfahrung gebracht wurden. Der Nettolohn wurde dann mit lokalen Lohnrechnern ermittelt. Das monatliche Gehalt wurde anschliessend durch 21 geteilt, was der durchschnittlichen Anzahl der Arbeitstage entspricht. In Ländern, in denen statistische Ämter wöchentliche Sätze verwenden, wurde der Lohn folgerichtig durch 5 geteilt.

Die Rangliste

Suchspiel: Finde die Schweiz!
Quelle: Picodi.com
Und so erfahren wir, dass die Letten für das erwähnte iPhone 12 Pro etwa 30 Tage arbeiten, die Finnen jedoch nur 10,5 Tage. Die Chinesen, die eigentlich an der Quelle sitzen (und arbeiten), befinden sich mit 26,7 Tagen im oberen Drittel. Und so weiter. Die Rangliste finden Sie unten. Wenn Sie daraus ein Spiel machen wollen, messen Sie die Zeit, die Sie brauchen, um die Schweiz zu finden.
Was hingegen aus den Daten nicht klar hervorgeht, ist der Einfluss der (Straf-) Zölle und Steuern. Während wir in der Schweiz mit leichten 8 Prozent Mehrwertsteuer gesegnet sind, kämpfen die Russen und vor allem Teile Südamerikas mit mörderischen Aufschlägen.
So werden die Preise für das iPhone 12 auf der brasilianischen Apple-Website zwar noch nicht verraten. Doch ein iPhone 11 mit 128 GB kostet in der Schweiz heute 709 Franken, während die armen Brasilianer für dasselbe Gerät 1017 Franken bezahlen.
Arme Brasilianer? Nein, da geht noch was. In der Schweiz kostet das iPhone 12 Pro mit 128 GB nur gerade 1129 Franken – also etwa den Betrag, den ein währschafter Schweizer ab und an zwischen zwei Sofakissen findet. Am längsten Arbeiten Mexikaner für das iPhone. Dort kostet das Apple-Smartphone 27’499 mexikanische Pesos.


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