Smartwatch 05.03.2018, 06:15 Uhr

Apple Watch Series 3 im Test

Apples Smartwatch punktet mit einer Top-Ausstattung und braucht kein Smartphone zum Telefonieren. Leider ist das Gerät nicht mit Android-Smartphones kompatibel.
(Quelle: Apple)
Auch in der dritten Generation sieht die in Schwarz, Silber, Grau oder Gold erhältliche Apple Watch sehr edel aus und glänzt mit einer feinen Verarbeitung. Ihr hochkant gemessen 38 oder 42 Millimeter grosses Gehäuse besticht optisch wie haptisch durch sanft abgerundete Ecken und Kanten und grenzt sich durch die rechteckige Form von den runden Mitbewerbern ab. In der 38-mm-Ausgabe stellt das OLED-Display 272 x 340 Pixel dar, beim 42-mm-Gehäuse sind es 312 x 390 Pixel.
Wie von Apple gewohnt, ist die Watch teuer. Für Android-Nutzer ist sie uninteressant, weil sie keine Verbindung zu Android-Smartphones herstellt. Die Watch Series 3 kleidet sich in der preisgünstigsten Ausführung ab 370 Franken in Aluminium und deckt das Display mit einem Ion-X-Glas ab, das sich durch besonders hohe Biegefestigkeit auszeichnen soll. Für ein Edelstahl-Chassis und Saphirglas steigt der Preis auf über 600 Franken, und mit einem Keramikgehäuse wird es sogar vierstellig.
Dank LTE-Modul kann die Apple-Smartwatch auch unabhängig vom iPhone betrieben werden.
Quelle: Apple

LTE-Telefon am Handgelenk

Ohne WLAN- oder Bluetooth-Verbindung zum Smartphone geht bei einer Smartwatch normalerweise nichts. In der für beide Gehäusevarianten erhältlichen GPS+Cellular-Ausführung – erkennbar am roten Punkt auf der Uhrenkrone – kann man mit der Apple Watch Series 3 trotzdem mit der Aussenwelt interagieren. In der Smartwatch steckt dann eine eSIM, die per QR-Code aktiviert wird und es erlaubt, die gleiche Rufnummer wie das iPhone zu verwenden. Passende Tarife bieten in der Schweiz Swisscom und Sunrise. Diese gelten aber nicht für das Ausland - Roaming wird nicht unterstützt. Eine aktive Mobilfunkverbindung leert den ansonsten ausdauernden Smartwatch-Akku zudem sehr schnell.
Apple Watch Series 3
Preis ab 450 Franken
Ausstattung
Betriebssystem Apple watchOS 4.2
Größe Display / Auflösung / Pixeldichte 1,5 Zoll / 312 x 390 Pixel / 302 ppi
Bildschirmtyp / Display-Form OLED / rechteckig
Prozessor / RAM k. A. / 768 MByte
Interner Speicher / davon frei 16 GByte / 11,9 GByte
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11 b/g/n / Bluetooth 4.2
NFC / Mobilfunk-Modul ● / ●
Lagesensor / Beschleunigungssensor ● / ●
Pulsmesser / Höhenmesser / GPS ● / ● / ●
Umgebungslichtsensor
Bedienung
Unterstützte Smartphone-Betriebssysteme Apple iOS 11 oder neuer (ab  Apple iPhone 6)
Bedienung über Touchscreen, Tasten, Drehrad, Sprache
E-Mails beantworten per Spracheingabe / Tastatur ● / ●
Anrufe starten / telefonieren ● / ●
Mobilität
Laufzeit 21:14 Stunden
Abmessungen / Gewicht mit Armband 42,5 x 36,4 x 11,4 mm / 63 g
Apple Watch Series 3
Preis ab 450 Franken
Ausstattung
Betriebssystem Apple watchOS 4.2
Größe Display / Auflösung / Pixeldichte 1,5 Zoll / 312 x 390 Pixel / 302 ppi
Bildschirmtyp / Display-Form OLED / rechteckig
Prozessor / RAM k. A. / 768 MByte
Interner Speicher / davon frei 16 GByte / 11,9 GByte
WLAN / Bluetooth WLAN 802.11 b/g/n / Bluetooth 4.2
NFC / Mobilfunk-Modul ● / ●
Lagesensor / Beschleunigungssensor ● / ●
Pulsmesser / Höhenmesser / GPS ● / ● / ●
Umgebungslichtsensor
Bedienung
Unterstützte Smartphone-Betriebssysteme Apple iOS 11 oder neuer (ab  Apple iPhone 6)
Bedienung über Touchscreen, Tasten, Drehrad, Sprache
E-Mails beantworten per Spracheingabe / Tastatur ● / ●
Anrufe starten / telefonieren ● / ●
Mobilität
Laufzeit 21:14 Stunden
Abmessungen / Gewicht mit Armband 42,5 x 36,4 x 11,4 mm / 63 g

Umfangreiche Ausstattung

Sieht man vom Mobilfunkmodul ab, steht die Apple Watch Series 3 in der Standard-GPS-Ausführung ausstattungstechnisch genauso gut da. Sie übersteht Tauchgänge bis 50 Meter Wassertiefe, ist vom Umgebungslichtsensor bis hin zum Pulsmesser mit allen gängigen Sensoren ausgestattet und unterstützt die Sprachsteuerung Siri. Dazu kommt ein Dual-Core-Prozessor, der Anwendern weder bei Apps noch Menüs Wartezeiten abverlangt. 16 GByte Speicherplatz gibt es hingegen nur bei der GPS+Cellular-Ausführung (beim GPS-Modell sind es 8 GByte). Von den 16 GByte waren im Test 11,9 GByte frei – mehr als die vier Apple-Konkurrenten gemeinsam aufbieten konnten.
Die Funktionen der Apple-Smartwatch lassen sich sehr leicht finden und aufrufen, was besonders an zwei Bedienelementen liegt: einmal der drehbaren Uhrenkrone, mit der man unter anderem durch Menüs navigiert, die Lautstärke regelt und durch Texte scrollt. Zum anderen erscheinen die Apps nicht in einer langen Liste, sondern als Anwendungs-Wolke, die man mit dem Finger verschieben und mit der Krone vergrössern und verkleinern kann.

Testergebnis

Note
5
Ausstattung: Vollgepackt mit Funktionen, inklusive eSIM  und LTE
Speicherplatz: Mehr als bei allen Konkurrenten zusammengenommen
Kompatibilität: Funktioniert nicht mit Android-Smartphones
Akkulaufzeit: Stark verkürzt bei aktiver Mobilfunkverbindung



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