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Lesedauer 4 Min.

Post erhöht Brief- und Paketpreise schon wieder

Im Einvernehmen mit dem Preisüberwacher erhöht die Post per 1. Januar 2024 ihre Preise, unter anderem für Briefe und Pakete. Die letzte Preiserhöhung gab es erst gerade zum 1. Januar 2022.
Die neuen Brieftarife ab 2024
© (Quelle: Die Schweizerische Post AG)

A-Post- und B-Post-Briefe werden je 10 Rappen teurer, Priority- und Economy-Pakete kosten künftig Fr. 1.50 mehr. Die Preiserhöhungen sind laut der Post zum einen aufgrund der anhaltenden Rückgänge der Briefmengen und der Geschäfte am Postschalter notwendig. Zum anderen verursache die aktuelle Teuerung der Post erhebliche Mehrkosten bei Energie, Transport, Material und Löhnen.

Die Post betont jedoch, nur Teile dieser zusätzlichen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Einen gewichtigen Teil werde sie trotz Preiserhöhungen auch weiterhin selbst tragen und unter anderem mittels Effizienzmassnahmen kompensieren. Preiserhöhungen wie auch Effizienzmassnahmen seien neben Wachstum und Nachhaltigkeit wichtige Pfeiler der Strategie, welche die Post seit Anfang 2021 umsetzt. Mit ihrer Strategie möchte die Post den Service Public langfristig und mit eigenen Mitteln sichern.

Die neuen Pakettarife ab 2024 © Quelle: Post

Die Post hat sich gemeinsam mit dem Preisüberwacher auf eine Erhöhung der Brief- und Paketpreise geeinigt: Ab dem 1. Januar 2024 kostet ein A-Post-Brief im Standardformat Fr. 1.20 (bisher Fr. 1.10), ein B-Post-Brief kostet Fr. 1.– (bisher 90 Rappen). Ein Economy-Paket bis 2 Kilogramm kostet neu Fr. 8.50 (bisher Fr. 7.–), ein Priority-Paket Fr. 10.50 (bisher Fr. 9.–). Die Einigung zwischen der Post und dem Preisüberwacher beinhaltet weitere Preismassnahmen und auch Angebotserweiterungen.

«Rückgänge bei Briefen und Einzahlungen sowie Teuerung machen Preiserhöhungen unumgänglich»

Die Briefmengen sinken nach wie vor. In den letzten zehn Jahren sind sie um einen Drittel zurückgegangen. Gleichzeitig muss die Post immer mehr Haushalte bedienen. Das führt dazu, dass jeder einzelne Brief immer höhere Kosten verursacht. Auch die Schaltergeschäfte in den Postfilialen gehen zurück, der Zahlungsverkehr nahm allein im Jahr 2022 um 15 Prozent ab. Hinzu kommt die hohe Teuerung, von der auch die Post nicht verschont bleibt: Die Kosten für Treibstoff, Energie, Transport, Material und Löhne sind erheblich gestiegen und im laufenden Jahr wird die Post diese selbst tragen. Roberto Cirillo, Konzernleiter der Post, ordnet ein: «Die zusätzlichen Kosten durch die Rückgänge bei den Briefen und am Schalter sowie durch die Teuerung sind für die Post gewaltig. Wir können diese nicht mehr länger allesamt aus eigener Kraft stemmen. Daher sind diese Preiserhöhungen für die Post dringend notwendig.»

«Preiserhöhungen als Teil der Strategie zur Sicherung der Grundversorgung»

Preiserhöhungen und Effizienzmassnahmen sind zwei Pfeiler der Strategie «Post von morgen», welche die Post seit 2021 umsetzt. Daneben seien auch die beiden Pfeiler Wachstum & Entwicklung sowie Nachhaltigkeit zentral für die Zukunft der Post. Mit ihrer aktuellen Strategie verfolge die Post das Ziel, relevant für Menschen und Unternehmen in der Schweiz zu bleiben und die Schweizer Grundversorgung auch künftig mit eigenen Mitteln sicherzustellen, wie das Unternehmen informierte.

Die vollständige Zusammenstellung der Sortiments- und Preisanpassungen per 1. Januar 2024 findet sich unter www.post.ch/angebot24. Die einvernehmliche Regelung mit dem Preisüberwacher zu den Listenpreisen gilt bis zum 31. Dezember 2025.

Computerworld meint: Diese Preiserhöhung wird die Briefmenge wohl weiter sinken lassen. Kommt die nächste Anpassung nach oben dann wieder in zwei Jahren? Und die doch deutliche Erhöhung bei den Paketen bis 2 und bis 10 kg trifft die Konsumenten gleich doppelt. Zum einen wird der Versand eigener Pakete teurer, zum anderen könnten die Versandkosten bei Online-Bestellungen je nach Händler auch steigen.

Die neuen Pakettarife ab 2024 © Quelle: Post
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