Visa, Mastercard, PayPal und Co. 17.06.2019, 06:28 Uhr

Neue Investoren für Facebooks Kryptogeld

Facebook hat sich für seine geplante neue Kryptowährung mehr als ein Dutzend teils bekannter Investoren ins Boot geholt. Zu den Unterstützern gehören demnach unter anderem die beiden Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, PayPal sowie Uber.
(Quelle: Montri Nipitvittaya / Shutterstock.com )
Ohne die Unterstützung von Finanzunternehmen kann auch Facebook keine Kryptowährung aus der Taufe heben. Dieser nächste Schritt zur Einführung eines eigenen digitalen Zahlungsmittels ist jetzt getan, berichtet das Wall Street Journal.
Der Technologieriese konnte eine Reihe bekannter Unternehmen überzeugen, bei seiner Kryptowährung dabei zu sein. Unter den Unternehmen sollen auch Uber, MasterCard, PayPal, Visa und Booking.com sein. Die Partnerunternehmen sollen den Berichten zufolge jeweils zehn Millionen US-Dollar investieren, die in eine separate Organisation fliessen, um den Betrieb der neuen Kryptowährung sicherzustellen.
Die neue Währung namens Libra solle in der kommenden Woche vorgestellt werden, den Start plant Facebook für das nächste Jahr. Eine Unternehmenssprecherin wollte den Bericht laut Zeitung nicht kommentieren.

Keine direkte Kontrolle

Bei Facebook wird bereits seit einem Jahr an Anwendungen für Blockchain, der Technologie, auf der Bitcoin und andere Kryptowährungen basieren, gearbeitet. Der Konzern wolle dafür insgesamt rund eine Milliarde US-Dollar aufbringen. Einige Gespräche seien derzeit noch am Laufen, zitierte das «WSJ» nun die Insider. Denen zufolge könne sich die finale Zusammenstellung der Partner auch noch ändern.
Facebook-Nutzer sollen Libra künftig nicht nur untereinander tauschen und für Käufe über das soziale Netzwerk nutzen, sondern auch bei Transaktionen im Internet einsetzen können. Wie genau die Währung funktionieren soll, sei bislang aber noch nicht ganz klar - selbst manchen der Investoren nicht.
Einige von ihnen hätten demnach Bedenken geäussert, dass Libra wie viele andere Cyber-Währungen für Geldwäsche oder zur Terrorfinanzierung missbraucht werden könnte. Klar sei jedoch, dass weder Facebook noch die einzelnen Partner die Währung direkt kontrollieren werden.


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