Neuer CEO 05.02.2021, 09:57 Uhr

Open-Systems-Mitgründer heuert bei Anapaya an

Das Zürcher Start-up Anapaya trennt sich aufgrund «strategischer Differenzen» vom bisherigen CEO Hakan Yuksel. In die Bresche springt der Open-Systems-Mitgründer Martin Bosshardt.
Martin Bosshardt übernimmt per sofort die Leitung des Zürcher Cybersecurity-Start-ups Anapaya Systems
(Quelle: Anapaya Systems )
Das Zürcher Cybersecurity-Start-up Anapaya Systems steht ab sofort unter neuer Leitung. Und zwar hat man dort Martin Bosshardt an Bord geholt und als neuen CEO verpflichtet. Zum Wechsel auf dem Chefsessel kommt es, weil man sich bei Anapaya aufgrund «strategischer Differenzen» vom bisherigen CEO Hakan Yuksel trennte, wie es in einem Communiqué heisst.
Für Bosshardt ist Anapaya kein Neuland. Seit Ende 2020 ist er Mitglied des Verwaltungsrats des ETH-Spin-offs. Ihn kennt man in der Branche auch als Mitgründer und ehemaliger CEO von Open Systems. Laut Anapaya bringt Bosshardt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der SD-WAN- und Sicherheitsbranche mit. Sein Hintergrund werde das Produktangebot stärken, zeigt man sich beim Start-up überzeugt. Nebst seiner neuen Aufgabe als CEO von Anapaya ist Bosshardt zudem im Beirat von PwC Schweiz vertreten, vor einigen Jahren wurde er zudem mit dem SVC Entrepreneurs Award ausgezeichnet.
«Martin hat eine nachgewiesene Erfolgsbilanz, wenn es darum geht, Unternehmen mit Potenzial zu führen und sie auf die nächste Stufe zu heben», wird Pascal Rialland, Vorsitzender des Anapaya-Verwaltungsrats, im Communiqué zitiert. Er habe die Erfahrung, den Hintergrund und die Entschlossenheit, Anapaya in die Zukunft zu führen, «und wir könnten nicht glücklicher mit seiner Ernennung sein», sagt Rialland. Zu seiner neuen Aufgabe sagt Bosshardt: «Das Team von Anapaya hat zusammen mit unseren Partnern vielversprechende Arbeit geleistet, die sich im Erfolg des Unternehmens auf der Weltbühne als innovative Netzwerklösung widerspiegelt. Ich freue mich auf das, was wir gemeinsam erreichen können.»
Anapaya kommerzialisiert die Technologie «Scion» (Scalability, Control, and Isolation on Next-Generation Networks), eine Netzwerkarchitektur der nächsten Generation. Entwickelt wurde diese an der ETH Zürich von der Network Security Group unter der Leitung des Professors Adrian Perrig. Die Technologie dient als Transport-Netzwerk für SD-WAN-Lösungen. Sie ermöglicht es Unternehmen dabei, den Weg, den die Datenverbindungen nehmen, nach Belieben zu ändern. So soll die Kommunikation widerstandsfähig gegen Ausfälle gemacht werden. Insgesamt fungiert die Technologie von Anapaya als Ergänzung, die die Nachteile von SD-WAN aufheben soll, ohne neue Schwachstellen einzuführen.
Wie es in der Mitteilung abschliessend heisst, ist Anapaya letztes Jahr weiter gewachsen. Zudem habe man «wichtige Meilensteine» erreichen können. Mehr zum Hintergrund des Start-ups können Sie hier nachlesen.


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