Premiere in Cambridge 11.02.2019, 15:18 Uhr

Erster Raspberry-Pi-Store öffnet seine Türen

Im ersten offiziellen Raspberry-Pi-Store finden Fans des universellen Bastelrechners alles, was sie für ihr nächstes IoT- oder Smart-Home-Projekt benötigen.
(Quelle: Raspberry Pi Foundation)
Im britischen Cambridge hat der weltweit erste offizielle Raspberry-Pi-Store seine Türen geöffnet. Die neue Anlaufstelle für Fans des Bastelrechners bietet neben den unterschiedlichen Versionen des Einplatinen-Systems auch eine grosse Auswahl an Zusatzmodulen, kompatiblen Peripheriegeräten und Gadgets. Darüber hinaus können sich Kunden vor Ort von der Performance des Raspberry Pi auf Desktop-Systemen mit Raspbian-Betriebssystem überzeugen. Der Raspberry-Pi-Store ist täglich ab 9:00 Uhr geöffnet. An Sonntagen dürfen die Mitarbeiter ausschlafen, an diesen Tagen öffnet das Nerd-Paradies erst um 11:00 Uhr.
Der erste Raspberry Pi kam Anfang 2012 mit einem Singlecore-ARM-Chipset vom Typ BCM2835 auf den Markt. Mit einer Taktrate von gerade einmal 700 MHz und 256 MByte RAM war der damalige Mini-Rechner alles andere als performant. Dafür punktet die Plattform mit einer geringen Leistungsaufnahme und einem günstigen Preis, wodurch der Raspberry Pi vor allem als Hardware-Basis für IoT- oder Thin-Client-Lösungen sowie für sparsame Server interessant.
Zubehör für den Raspberry Pi im offiziellen Store
(Quelle: Raspberry Pi Foundation)
In den folgenden Generationen haben die Entwickler des Raspberry Pi dann aber gehörig an der Leistungsschraube gedreht. So ist beispielsweise das aktuelle Modell Raspberry Pi 3 Model B+ mit einer Quadcore-CPU ausgestattet, die mit bis zu 1,4 GHz taktet und auf 1 GB Arbeitsspeicher zurückgreift. Ebenfalls mit an Bord sind nun Bluetooth 4.2 und WLAN ac. Mit dieser Ausstattung ist der kleine Rechner in Verbindung mit genügsamen Linux-Betriebssystemen sogar für die Desktop-Nutzung tauglich – selbst eine spezielle Windows-10-Version ist für den Raspberry Pi erhältlich.

So gut verkauft sich der Raspberry Pi

Allein bis Ende 2017 wurde das Einplatinen-System ganze 17 Millionen Mal verkauft. Die Mehrheit der Käufer dürfte aus dem Bastler- und Hobby-Segment kommen, aber auch mehr und mehr Unternehmenskunden setzen auf den Raspberry Pi. Speziell die kompakten Compute-Module-Varianten eignen sich aufgrund ihrer geringen Grösse für diverse IoT- oder Embedded-Lösungen. In der Vergangenheit hat etwa NEC eine Reihe professioneller Displays mit Support für das Compute Module an den Start gebracht. Die Bildschirme konnten dadurch zu smarten Panels für interaktive Präsentationen, Lehrvideos oder Digital Signage erweitert werden.


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