Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Meta

Der Facebook-Konzern Meta hat nach Ansicht der EU-Kommission Wettbewerbsrecht gebrochen. Die Behörde hat daher eine Strafe von 797,72 Millionen Euro verhängt.
© (Quelle: Shutterstock/rafapress)

«Meta hat seinen Online-Kleinanzeigendienst Facebook Marketplace mit seinem persönlichen sozialen Netzwerk Facebook verknüpft und anderen Anbietern von Online-Kleinanzeigendiensten unfaire Handelsbedingungen auferlegt», kritisierte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager in einer Mitteilung am Donnerstag.

So habe Meta seinem eigenen Dienst Facebook Marketplace Vorteile verschaffen wollen, die andere Anbieter von Online-Kleinanzeigendiensten nicht ausgleichen könnten. Die Brüsseler Behörde hatte bereits im Juni 2021 ein förmliches Verfahren wegen möglicher wettbewerbswidriger Verhaltensweisen von Facebook eingeleitet.

Konkurrenz benachteiligt

Die EU-Kommission kritisiert, dass durch die Verknüpfung des Online-Kleinanzeigendienstes Facebook Marketplace mit dem sozialen Netzwerk Facebook alle Facebook-Nutzer automatisch Zugang zum Marketplace hätten und dies - ob sie es wünschten oder nicht - auch regelmässig angezeigt werde. Wettbewerber von Facebook Marketplace würden auf diese Weise vom Markt ausgeschlossen.

Nach Angaben der Kommission wurde bei der Höhe der Geldbusse berücksichtigt, wie lange und wie schwer Meta gegen EU-Recht verstossen habe. Zudem sei der Umsatz von Facebook Marketplace in die Berechnung eingeflossen. «Die Kommission hat auch den Gesamtumsatz von Meta berücksichtigt, um eine ausreichende Abschreckungswirkung auf ein Unternehmen zu erzielen, das über so grosse Ressourcen wie Meta verfügt.»

Nicht die erste hohe Strafe

Die EU-Wettbewerbshüter nehmen schon seit Jahren amerikanische Technologie-Plattformen unter die Lupe. Im März hatte die EU-Kommission bereits eine Wettbewerbsstrafe von 1,8 Milliarden Euro gegen den Tech-Giganten Apple verhängt.

Dem US-Unternehmen wurde vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung für den Vertrieb von Musik-Streaming-Apps an iPhone- und iPad-Nutzer über seinen App Store zu missbrauchen. Auch gegen Google sind Bussgelder in Milliardenhöhe verhängt worden.

Facebook Recht
Anzeige

Neueste Beiträge

Dennis Giavina neuer Chief Technology Officer Schweiz Helvetia Baloise
Per 1. Oktober 2026 übernimmt Dennis Giavina die Funktion des Chief Technology Officer (CTO) Schweiz und wird Mitglied der Leitung der Markteinheit Schweiz. Er folgt auf Sandra Hürlimann.
2 Minuten
24. Sep 2026
Qualcomm bringt neue Highend-Snapdragon-Prozessoren für Smartphones
Qualcomm hat seine neuen Flaggschiff-Prozessoren für Smartphones vorgestellt: Die Snapdragon 8 Elite Gen 6 und Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 sollen Fortschritte in den Bereichen KI, Gaming, Kamera und Konnektivität ermöglichen.
3 Minuten
24. Sep 2026
Google-Lautsprecher mit Gemini: Endlich richtig smart. - Test Google Home Speaker
Google-Geräten aus dem Smarthome-Bereich trete ich grundsätzlich mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits üben sie zwar ihren Reiz aus; andererseits schwingt immer der latente Eindruck mit, dass sie für Google nur ein Nebenschauplatz sind, der nicht die nötige Aufmerksamkeit erhält.
7 Minuten
24. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Die Top-500 der Computerworld mit den stärksten ICT-Firmen und Branchen der Schweiz - Computerworld Ausgabe 3/2026
Mit dem Ranking der 500 stärksten Schweizer ICT-Unternehmen, umfassenden Markt- und Spartenanalysen, fundierten Expertenmeinungen und aktuellen Interviews macht die neue Computerworld Ausgabe «TOP 500» die Branche transparent. 
2 Minuten
Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige