17.12.2012, 15:59 Uhr

Cloud Computing lohnt sich nicht

Das behauptet die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS). Der Grund: Einige kostenintensive Posten schlagen erst später zu Buche.
Die Aufwände fürs Cloud Computing übersteigen die damit verbundenen Kosteneinsparungen, behauptet die Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFTIS). In Folge lohne sich Cloud Computing für die Wirtschaft in der Regel nicht.

Klare Benefits der Cloud

Cloud-Anbieter locken die Kundschaft meist mit einem flexiblen, streng am Verbrauch orientierten Kostenmodell (pay as you go). Investitionen in eigene Hardware, Software, Updates und Wartung, wie sie bei on-premise Installationen nötig werden, entfallen. Rechnet man Lizenz-, Wartungs- und Personalkosten zusammen, fällt die Rechnung zugunsten des Beschaffungsmodells Cloud Computing aus. Jedes Unternehmen müsse jedoch genau prüfen, welche Daten so sensibel sind, dass sie nicht in die Cloud gehören, und welche cloud-fähig sind, argumentiert NIFIS-Vorstandsmitglied Mathias Gärtner. Diese Klassifizierung der eigenen Daten sei mit erheblichen Personal- und Zeitaufwänden verbunden und müsse jedes Mal erfolgen, wenn ein neuer On-Premise-Service in die Cloud ausgelagert werde.

Vorsicht: Versteckte Kosten

Gärtner verweist auf die Schwierigkeiten, die Firmen schon heute mit der gesetzlich vorgschriebenen E-Mail-Archivierung hätten. Sie müssen zwischen geschäftskritischen und unwichtigen, privaten Mails unterscheiden. Diese Arbeit sei nach heutigem Stand der Technik nicht automatisierbar."Sobald man den manuellen Bearbeitungsaufwand einkalkuliert, rentiert sich Cloud Computing in der Regel schlichtweg nicht", resümiert Gärtner. Der NIFIS-Vorstan warnt ausserdem von US-Anbietern, auch wenn sie Rechenzentren in Europa betreiben. Denn die US-Regierung erlaube sich bei amerikanischen Firmen selbst dann den Zugriff auf die Cloud-Server, wenn die Rechner im Ausland, also in der EU oder in der Schweiz, stehen.

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