Trotz Sammelklage 15.03.2019, 10:00 Uhr

US-Softwarehaus Oracle erhöht Dividende

Oracle will die Dividende für seine Anleger erhöhen, dabei hat sich der Wert der Aktie kaum verändert. Reagiert der Tech-Konzern damit auf die Sammelklage von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen?
(Quelle: Pedro Martinez Valera / shutterstock.com)
Der US-Softwarekonzern Oracle stellt seinen Aktionären eine erhöhte Dividende in Aussicht. Die Ausschüttung für das dritte Geschäftsquartal soll bei 0,24 US-Dollar pro Aktie liegen, erklärte Oracle am Donnerstagabend – 5 Cent mehr als zuletzt.
Beim Umsatz und Gewinn erfüllte Oracle in etwa die Erwartungen der Aktionäre. Der bereinigte Umsatz lag bei 9,62 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie bei 87 Cent (Non GAAP). Von «Bloomberg» befragte Analysten hatten beim Umsatz 9,62 Milliarden US-Dollar, beim Gewinn pro Aktie 84 Cent erwartet. Die Aktie zeigte sich nach Börsenschluss kaum verändert.
Die Vermutung liegt nahe, dass Oracle mit der höheren Dividende trotz gleichbleibendem Aktienwert die Wogen etwas glätten möchte. Ende Januar dieses Jahres reichten 4200 Frauen (aktuelle wie ehemalige Mitarbeiterinnen des Softwarekonzerns) eine Sammelklage gegen das Unternehmen ein (Computerworld berichtete). Sie seien systematisch unterbezahlt worden und hätten durchschnittlich pro Jahr 13'000 US-Dollar weniger erhalten als ihre männlichen Kollegen. Eine Entscheidung steht in dem Fall noch aus.


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