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Telekom bringt IoT per Satellit ins Netz

Die Deutsche Telekom kombiniert erstmals Mobilfunk und Satellit für IoT-Anwendungen. Geräte können künftig weltweit Daten auch ohne terrestrische Netzabdeckung übertragen. Das eröffnet neue Einsatzfelder für Industrie, Logistik und Infrastruktur.
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IoT-Geräte können künftig auch ohne Mobilfunkabdeckung über Satelliten weltweit Daten übertragen, etwa zur Fernüberwachung von Maschinen oder Infrastruktur.

© gettyimages /Phynart Studio/ Kajdi Szabolcs/ 3DSculptor/ NicoElNino/ pixdeluxe/ Montage: Hendrik Riß

Die Deutsche Telekom erweitert ihr IoT-Portfolio um eine neue Form der globalen Konnektivität: Mit Multi-Orbit-IoT-Roaming können IoT-Geräte künftig nahtlos zwischen terrestrischen Mobilfunknetzen und Satellitenverbindungen wechseln. Je nach Verfügbarkeit werden Daten automatisch über Narrowband-IoT (NB-IoT), LTE-M oder Satelliten übertragen. Ziel ist eine lückenlose Konnektivität auch in Regionen ohne Mobilfunkabdeckung.

Die Lösung kombiniert Satelliten unterschiedlicher Umlaufbahnen. Geostationäre Satelliten (GEO) sorgen für kontinuierliche Abdeckung und stabile Verbindungen, während erdnahe Satelliten (LEO) insbesondere in abgelegenen Regionen, Gebirgen oder auf See Vorteile bieten. Durch diese Kombination lassen sich IoT-Anwendungen weltweit betreiben, ohne auf eine einzelne Infrastruktur beschränkt zu sein.

„Damit etabliert sich die Telekom als der führende globale Netzbetreiber, der IoT-Konnektivität über mehrere Satellitenumlaufbahnen anbietet – sowohl technisch als auch kommerziell“, erklärt Jens Olejak, Head of Satellite IoT bei der Deutschen Telekom IoT. Die Integration erfolgt über Partner wie Skylo für GEO-Satelliten sowie Sateliot und OQ Technology für LEO-Netze. In der zweiten Jahreshälfte soll zudem Iridiums Satellitennetz für Geschäftskunden verfügbar werden.

Standard-Hardware reicht aus

Ein wichtiger Aspekt der neuen Lösung ist die Nutzung bestehender IoT-Technik. Die Telekom und ihre Partner haben Multi-Orbit-Konnektivität mit kommerziell verfügbaren Modulen getestet, die sowohl terrestrische als auch satellitengestützte NB-IoT-Verbindungen unterstützen. Damit können Gerätehersteller bestehende Hardwareplattformen weiter nutzen und müssen keine proprietären Speziallösungen entwickeln.

In Tests stellte ein IoT-Modul mit Telekom-SIM eine direkte Verbindung zu LEO-Satelliten her und demonstrierte den automatischen Wechsel zwischen Mobilfunk- und Satellitennetzen. Die Verbindung über GEO-Satelliten wird nach Angaben des Unternehmens bereits von ersten Kunden genutzt.

Neue Anwendungen in Industrie und Infrastruktur

Die neue Konnektivitätslösung eröffnet zusätzliche Einsatzmöglichkeiten für IoT-Anwendungen, insbesondere in bislang schwer erreichbaren Regionen. Beispiele sind die Überwachung kritischer Infrastrukturen wie Energie- oder Wassernetze, maritime Anwendungen oder industrielle Sensorik in abgelegenen Gebieten. Auch autonome Systeme, etwa KI-gestützte Sensorsysteme zur Überwachung von Anlagen oder Umweltbedingungen, können so unabhängig von der Mobilfunkabdeckung betrieben werden.

Die Telekom treibt die Entwicklung gemeinsam mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen voran. In einem Early-Adopter-Programm arbeiten Unternehmen an neuen Anwendungen, die terrestrische und satellitengestützte Konnektivität kombinieren.

Mit der Integration von Satelliten in ihr IoT-Netz erweitert die Telekom ihr Angebot über klassische Mobilfunknetze hinaus. Für Geschäftskunden entsteht damit die Möglichkeit, Geräte weltweit einheitlich zu vernetzen – unabhängig von der lokalen Netzabdeckung. Die Telekom will die Lösung auch auf dem Mobile World Congress Anfang März in Barcelona vorstellen.

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