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Taskforce Drohnen erprobt Technologiereife von Angriffs- und Abwehrdrohnen

Vom 8. bis 19. Dezember 2025 werden auf dem Schiessplatz Hinterrhein (GR) Schweizer Angriffs- und Abwehrdrohnen erprobt. Ziel ist eine Markterkundung und qualitative Abschätzung der eingesetzten Drohnensysteme, um die Technologiereife zu erfassen.
© (Quelle: VBS)

Die technischen Erprobungen werden von der Taskforce Drohnen durchgeführt mit Beteiligung des Bundesamts für Rüstung armasuisse, der Schweizer Armee und weiteren Partner. Sie soll den Fähigkeitsaufbau des Militärs im Drohnenbereich beschleunigen und Industrie, Wissenschaft und Militär zusammenbringen.

Ziel der technischen Erprobungen ist es, Fähigkeiten und den technologischen Reifegrad kleiner Angriffs- und Abwehrdrohnen unter realen Bedingungen zu beurteilen und ihre militärischen Einsatzmöglichkeiten zu prüfen. Die Erprobungen sind Teil einer Markterkundung und einer qualitativen Abschätzung. Sie zeigen, welche Technologien bereits einsatznah funktionieren, wo Grenzen bestehen und in welchen Bereichen die Industrie weiterentwickeln muss.

In vordefinierten Flugszenarien werden Steuerbarkeit, Robustheit, Reaktionsverhalten und die Wirksamkeit der Angriffs- und Abwehrdrohnen geprüft. Die Drohnen fliegen ohne Wirkmittel oder mit inerten Nutzlasten. 

Die Ergebnisse dienen der Taskforce Drohnen als Grundlage für den weiteren Fähigkeitsaufbau im Bereich Drohnen und Drohnenabwehr, sie garantieren allerdings keine Folgebeschaffung. Moderne Konflikte zeigen, dass diese Fähigkeiten immer wichtiger sind, um Truppen zu schützen und die Verteidigungsfähigkeit der Armee zu stärken.

Die Versuche finden auf dem abgesperrten Gelände und im reservierten Luftraum des Schiessplatzes Hinterrhein in Graubünden statt. Dies erlaubt es, komplexe Flüge durchzuführen und dadurch weitgehende Erkenntnisse zu generieren.

Schweizer Drohnenökosystem

Die erprobten Systeme stammen grossmehrheitlich von Schweizer Lieferanten aus Industrie und Wissenschaft. Die Schweiz verfügt über starke Hochschulpartner und eine hervorragende Sicherheitsrelevante Technologie- und Industriebasis (STIB) mit Schlüsselbereichen wie Robotik, Sensorik, Autonomie und künstlicher Intelligenz – Kompetenzen, die für moderne Drohnentechnologien zentral sind. Die Taskforce Drohnen stärkt diese Entwicklungen gezielt, um Abhängigkeiten aus dem Ausland zu minimieren, sicherheitsrelevantes Know-how im Land zu halten und ein langfristig nachhaltiges Schweizer Drohnenökosystem aufzubauen, das schnell auf neue technologische Entwicklungen reagieren können soll.

Taskforce Drohnen

Als Reaktion auf wachsende Bedrohungen hat das VBS im Juni 2024 die Taskforce Drohnen gegründet. Sie wird von Thomas Rothacher, Stellvertretender Rüstungschef und Leiter des Kompetenzbereichs armasuisse Wissenschaft und Technologie, geleitet. Auftraggeber sind der Chef der Armee Korpskommandant Thomas Süssli und der Rüstungschef Urs Loher.

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