Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Schweizer Forscher entwickeln Drucker zum Schlucken

Ein Lausanner Forschungsteam hat einen schluckbaren Drucker entwickelt. Das winzige Gerät hat die Form und Grösse einer herkömmlichen Pille. Eines Tages könnte es Wunden oder Geschwüre im Verdauungstrakt von innen heraus reparieren - ganz ohne Operation.
MEDS: Magnetic Endoluminal Deposition System.
© (Quelle: 2025 LAFT EPFL CC BY SA)

In Versuchen haben Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) damit Magenwunden auf künstlichem Gewebe behandelt und Blutungen verschlossen, wie die EPFL am Donnerstag mitteilte. Ausserdem haben sie das Gerät an einem Kaninchen getestet.

Der schluckbare Drucker besteht aus einer Kapsel mit einem kleinen Magneten und einem winzigen Reservoir, das mit sogenannter Biotinte gefüllt ist. Diese Tinte kann Zellen, Proteine oder heilungsfördernde Substanzen enthalten.

Sobald die Kapsel im Magen angekommen ist, wird sie von aussen durch ein Magnetfeld präzise an die gewünschte Stelle geführt. Dort löst ein kurzer Lichtimpuls mit Infrarotlicht einen Federmechanismus aus, der die Biotinte ausstösst. So lässt sich die Substanz gezielt auf Wunden, Geschwüre oder Blutungen «drucken».

In Zukunft wollen die Forschenden den schluckbaren Drucker weiterentwickeln. Unter anderem mit stärkeren Magneten, automatischer Navigation und neuen Biotinten, die Zellen oder Wachstumsfaktoren enthalten.

Bevor eine klinische Anwendung möglich ist, sind jedoch umfassende Sicherheits- und Wirksamkeitstests nötig. Der Fachwelt stellten die Forschenden um Projektleiter Vivek Subramanian die druckende Pille in einer Publikation im Fachjournal «Advanced Science» vor.

Notiz: Fachartikelnummer DOI: 10.1002/advs.202512411

Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

«Sicherheit schafft Vertrauen auf digitalen Marktplätzen» - Mostafa Hassanin, SMG Swiss Marketplace Group
Millionen von Menschen in der Schweiz nutzen Online-Marktplätze wie Ricardo, tutti.ch, Homegate, ImmoScout24 oder AutoScout24. Mostafa Hassanin verantwortet als Group CISO/CSO der SMG Swiss Marketplace Group die Cybersicherheitsstrategie hinter diesen Plattformen. Dabei zeigt sich: KI wird dort eingesetzt, wo sie Risiken schneller erkennbar macht und den Schutz der Nutzer:innen konkret stärkt.
6 Minuten
«Wir sind ein internationaler Anbieter mit einer lokalen Seele»
Der Schweizer Markt für IT-Dienstleistungen gilt als anspruchsvoll und stark umkämpft. Dennoch sieht die Var Group erhebliches Wachstumspotenzial. Im Interview erklären Massimo Fumagalli und Sladjana Timotijevic, weshalb sie auf lokale Verankerung statt auf reine Grösse setzen und welche Rolle weitere Akquisitionen bei der Expansion in der Schweiz spielen sollen.
5 Minuten
Kurze Newsletter-Sommerpause - In eigener Sache
Vom 27. Juli bis zum 9. August macht die Computerworld-Redaktion eine kurze Newsletter-Sommerpause. Sie bekommen in diesem Zeitraum keinen Newsletter. Den nächsten Newsletter erhalten Sie dann wieder am 10. August.
2 Minuten
26. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Davos wird zur ersten Robot City Europas
Mehr als 50 Roboter aus Europa, China und den USA arbeiten derzeit mitten in Davos. Der erste Davos Tech Summit zeigt damit erstmals Robotik-Anwendungen im öffentlichen Raum. Fachleute diskutieren zudem über Physical AI, Cybersecurity und Europas Rolle in der Robotik.
2 Minuten
KI-Rechenleistung made in Switzerland - Supercomputer
Auf dem Innovationscampus uptownBasel ist der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz in Betrieb gegangen. Die Anlage bietet Unternehmen, Forschung und Behörden Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten.
4 Minuten
Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige