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Schweizer Dächer schöpfen Solar-Potenzial deutlich besser aus

Wer heute eine Solaranlage aufs Dach setzt, nutzt die Fläche deutlich konsequenter als noch vor ein paar Jahren. Das zeigt eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Dennoch gibt es gerade auf grossen Dächern noch ungenutztes Potenzial.
© (Quelle: Ulleo/Pixabay)

Würden Dächer für neue Photovoltaik-Anlagen weiterhin ähnlich konsequent genutzt wie 2023 und 2024, liessen sich die im Stromgesetz verankerten Ausbauziele für neue erneuerbare Energien rein theoretisch bereits mit Solaranlagen auf Dächern erreichen. Das schrieb die ZHAW am Donnerstag in einer Medienmitteilung zur Studie.

Voraussetzung wäre laut den Forschenden allerdings ein «deutlich höheres Ausbautempo». Gebremst werde dieses Tempo derzeit nicht durch fehlende Dächer, sondern durch die Rahmenbedingungen: So wird Jürg Rohrer, Professor und Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien der ZHAW, in der Medienmitteilung zitiert.

150 Gebäude verglichen

Für die ZHAW-Studie verglichen Forschende bei 150 Gebäuden in der ganzen Schweiz, auf denen seit 2023 eine Solaranlage in Betrieb genommen wurde, die tatsächlich gebaute Anlagengrösse mit der theoretisch möglichen Vollbelegung. Im Mittel nutzen die Anlagen 79 Prozent des verfügbaren Potenzials. Dieser Wert sei wesentlich höher als eine vergleichbare Studie für die Jahre 2017 bis 2021 zeigte, heisst es. Damals waren es nur 50 Prozent.

Laut der Studie unterscheidet sich die Ausschöpfung des Potenzials je nach Gebäudegrösse deutlich. So wurden bei kleinen Gebäuden, etwa Einfamilienhäusern, im Durchschnitt 93 Prozent des Potenzials genutzt.

Bei mittleren Gebäuden, beispielsweise Wohnbauten und Gewerbe, waren es noch 76 Prozent. Bei diesen Gebäuden sei die Nutzung und Abrechnung aufgrund komplexer Eigentumsverhältnisse wie etwa Stockwerkeigentum deutlich anspruchsvoller, was den Ausbau bremse, heisst es.

Weiterhin grosse Reserven bestehen laut der Studie auf grossen Dächern wie Industrie-, Logistik- oder grosse öffentliche Bauten. Dort werden nur 58 Prozent des Potenzials ausgeschöpft.

Studie
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