Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Chipkrise erhöht den Druck auf den Smartphone-Markt

Speicherchips für Smartphones sind knapp und teuer, darunter leiden nicht nur die Hersteller der Endgeräte, sondern zunehmend auch die Zulieferer von Prozessoren wie Qualcomm.
© Qualcomm

Die Knappheit bei Speicherchips für Smartphones belastet zunehmend die Hersteller der Endgeräte. Laut Counterpoint Research sind die Preise für diese Komponenten im Laufe des vergangenen Jahres deutlich gestiegen, und ein Ende ist auch in diesem Jahr nicht in Sicht. Analysten wie IDC rechnen frühestens ab 2027 mit einer Trendwende. Besonders stark betroffen sind Geräte der Einsteigerklasse, da dort der prozentuale Anteil der Speicherchips an den Gesamtkosten höher ist als bei teureren Smartphones. Zudem lassen sich Preissteigerungen in diesem Segment schwieriger an die Endkunden weitergeben als bei Highend-Modellen. Entsprechend verbauen manche Hersteller ihre verfügbaren Chipbestände bevorzugt in höherpreisigen Geräten und vernachlässigen das günstige Segment.

Die Hauptursache für die Knappheit, insbesondere bei DRAM-Speicher, ist die Konkurrenz durch KI-Hyperscaler wie Amazon, Google oder Microsoft. Diese setzen in ihren rasant wachsenden Rechenzentren vor allem Hardware von Nvidia ein, die grosse Mengen an Speicherchips der Hersteller SK Hynix und Samsung benötigt. Diese Kapazitäten stehen der Smartphone-Industrie dadurch entweder nicht mehr zur Verfügung oder werden aufgrund der Konkurrenz um die knappe Ressource deutlich teurer. Hinzu kommt, dass Chiphersteller ihre Fabriken zunehmend auf die Produktion der lukrativeren KI-Chipsets ausrichten, während die Kapazitäten im vergleichsweise einfachen Speicherbereich für Smartphones und PCs zurückgefahren wurden.

Während Apple und Samsung aufgrund ihrer Grösse, langfristiger Lieferverträge und eines starken Oberklassesegments voraussichtlich noch vergleichsweise gut durch diese Phase kommen, stellt die Chipknappheit vor allem für kleinere Hersteller ein Problem dar. Sie haben nur begrenzte Möglichkeiten, weniger Speicher zu verbauen oder an anderen Komponenten wie Kamera oder Prozessor zu sparen. Auch die Zulieferer spüren die Entwicklung: So rechnete Qualcomm-CEO Cristiano Amon bei der Vorstellung der Quartalszahlen in der vergangenen Woche mit negativen Auswirkungen auf die gesamte ITK-Branche sowie sinkenden Verkaufszahlen der Snapdragon-Prozessoren.

Smartphone Hardware
Anzeige

Neueste Beiträge

Bundesnetzagentur übernimmt die KI-Aufsicht in Deutschland
Die Bundesnetzagentur übernimmt ab sofort die zentrale Rolle bei der Umsetzung der europäischen KI-Verordnung in Deutschland und wird damit zur Marktüberwachungsbehörde, Anlaufstelle und Beschwerdestelle.
3 Minuten
4. Aug 2026
Honor: Neues Logo und der Wandel zum KI-Ökosystem-Anbieter
Der Technologiekonzern Honor hat sein neues Markenlogo vorgestellt. Es soll für die Ambiotionen stehen, mit denen sich der Smartphonehersteller zum Anbeiter eines offen KI-Geräte-Ökosystems transformieren will.
3 Minuten
4. Aug 2026
Mobilfunk stärkt Telekom-Geschäft in Deutschland
Das Deutschlandgeschäft der Deutschen Telekom legt beim Umsatz und Ergebnis weiter zu. Besonders Mobilfunk und MagentaTV liefern neue Kunden. Die Zahl der Breitbandanschlüsse geht im zweiten Quartal dagegen leicht zurück.
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
KI-Rechenleistung made in Switzerland - Supercomputer
Auf dem Innovationscampus uptownBasel ist der leistungsfähigste kommerzielle KI-Supercomputer der Schweiz in Betrieb gegangen. Die Anlage bietet Unternehmen, Forschung und Behörden Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten.
4 Minuten
Schweizer KI-Innovation schliesst die Lücke zwischen Denken und Handeln
Die Schweiz macht erneut mit einer spannenden KI-Innovation auf sich aufmerksam. Das Zürcher Unternehmen Gieni bringt mit GieniABX ein Agentensystem auf den Markt, das einen Schritt weiter gehen soll als klassische Chatbots oder KI-Assistenten. 
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige