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KI-verfasste Liebesbriefe fallen komplett durch

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Liebesbriefe fallen bei vielen Adressaten durch, so Psychologen der University of Kent. Sie raten angesichts des bevorstehenden Valentinstags am 14. Februar eher zu persönlichen Zeilen.
Liebesbrief per KI
© Gemini

Nicht fürsorglich und faul

In sechs Studien mit fast 4000 Teilnehmern aus Grossbritannien haben die Forscher untersucht, wie Menschen diejenigen wahrnehmen, die KI-Tools wie ChatGPT nutzen, um eine Vielzahl von Aufgaben zu erledigen, vom Schreiben von Computercodes und Tagesplänen bis hin zur Planung einer Stadtrundfahrt für einen Freund oder dem Verfassen eines Heiratsantrags.

Während die Auslagerung an KI insgesamt oft zu negativeren Eindrücken führt, zeigt sich dies am stärksten im zwischenmenschlichen Bereich, warnen die Forscher. Die Verwendung von KI für persönliche Nachrichten führe dazu, dass Menschen den Urheber als weniger fürsorglich, weniger authentisch, weniger vertrauenswürdig und faul empfänden - selbst wenn der Text von hoher Qualität ist und die Schreiber ehrlich sagten, dass sie KI genutzt hätten.

KI-Texte können verletzen

In einem viel geteilten Reddit-Beitrag beschrieb eine Frischverheiratete, dass sie sich zutiefst verletzt fühlte, als sie herausfand, dass ihr Partner ChatGPT verwendet hatte, um sein Eheversprechen zu schreiben - eine Reaktion, die laut den Forschern breitere soziale Normen in Bezug auf Anstrengung und Aufrichtigkeit widerspiegelt. "Die Menschen beurteilen nicht nur, was Sie produzieren, sondern auch, wie Sie es produzieren", mahnt Scott Claessens, Dozent für Psychologie.

Und Jim Everett, Dozent für Psychologie, ergänzt: "Wenn man KI für solche sozialen Aufgaben einsetzt, glaubt der Adressat, dass man sich keine Mühe gegeben hat und der Beziehung weniger Bedeutung beimisst." Die Bedenken gegenüber Maschinen, die Liebesbriefe schreiben, sind nicht neu. Schon in George Bernard Shaws Theaterstück "Candida" aus dem Jahr 1898 kommt eine solche Maschine gar nicht gut weg.

Mehr als ein Jahrhundert später zeigt sich, dass die Menschen nach wie vor Unbehagen bei dieser - mittlerweile realisierbaren - Möglichkeit empfinden. "In einer Welt der algorithmisch vermittelten Interaktionen kann KI den Aufwand, den wir in unsere zwischenmenschlichen Beziehungen investieren, nicht ersetzen", betont Everett abschliessend. (pressetext.com)

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