Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Positive Bilanz nach sechs Monaten Meldepflicht für Cyberangriffe

Nach den ersten sechs Monaten Meldepflicht für Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen zieht das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) eine positive Bilanz. In dieser Zeit wurden ihm 164 Angriffe gemeldet.
© (Quelle: BACS)

Als nächster Schritt treten die Sanktionen bei nicht ordnungsgemässer Meldung in Kraft.

Im ersten Halbjahr der Meldepflicht kamen die kritischen Infrastrukturen dieser fristgerecht nach, die Meldungen erfolgten innert 24 Stunden, wie das Bacs am Montag bilanzierte. Dabei nutzten sie den Cyber Security Hub, was die Bearbeitung der Vorfälle durch das Bacs erleichtert. Im weiteren lobte das Bacs das bereits bestehende Vertrauensverhältnis zu den Betreibern.

Von den 164 gemeldeten Fällen waren 18,1 Prozent DDos-Angriffe.

Dabei versuchen Hacker jeweils mit einer Flut von Anfragen, ein System lahmzulegen. Darauf folgten Hacking (16,1 %), Ransomware (12,4 %), Credential Theft, also Diebstahl von Login-Angaben (11,4%), Datenlecks (9,8 %) und Malware (9,3 %). In mehreren Fällen gab es kombinierte Angriffe.

Hauptbetroffen war das Finanzwesen (19 %), gefolgt von der IT-Branche (8,7%) und dem Energiesektor (7,6 %). Weitere Meldungen stammen von den Behörden, dem Gesundheitssektor, der Telekommunikation und vereinzelt von der Post, dem Transportsektor den Medien, der Nahrungsmittelversorgung und der Technologiebranche.

Am 1. Oktober treten die Sanktionen für Verstösse gegen die Meldepflicht in Kraft. Dabei kann es zu Bussen von bis zu 100'000 Franken geben. Das Bacs muss bei Hinweisen auf Verstösse zuerst die Betreiber kontaktieren. Erst wenn auf diese Kontaktaufnahme und auf die anschliessende Verfügung durch die Betroffenen nicht reagiert wird, kann das Bundesamt Strafanzeige erstatten.

Siehe auch: Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen gilt ab sofort

Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Prüfung der Sicherheit und Nutzbarkeit von Microsoft 365
Der Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (BK-DTI) der Bundeskanzlei hat per Ende 2025 die digitale Arbeitsplattform Microsoft 365 (M365) flächendeckend in der Bundesverwaltung eingeführt.
2 Minuten
22. Okt 2026
Smarthome ganz einfach - Smarthome-Tipps
Die beiden Standards «Matter» und «Thread» sorgen dafür, dass Smarthome-Geräte herstellerunabhängig miteinander harmonieren und sich zentral über ein einziges System steuern lassen. Hier lesen Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.
9 Minuten
22. Okt 2026
Word: mehr als zwei Bedingungen beim Seriendruck - Tipps & Tricks
Beim Serienbrief in Word lassen sich standardmässig nur zwei Bedingungen eingeben. Wie können Sie aber z.B. die Anrede nicht nur für «Herr» und «Frau», sondern auch für «Firma» oder eine neutrale Variante angeben?
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Cybersicherheit lebt vom Austausch - Global Cyber Conference 2026
Cyberangriffe machen weder an Landesgrenzen noch an Unternehmensmauern halt. Umso wichtiger ist der direkte Austausch zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Global Cyber Conference 2026 in Zürich brachte mehr als 300 Fach- und Führungskräfte zusammen. Im Zentrum standen Cybersecurity, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
6 Minuten
SRG wurde Opfer von Cybervorfall
Die SRG hat einen Cyberangriff festgestellt, bei dem Unberechtigte auf Daten von SRF-Mitarbeitenden zugegriffen haben.
2 Minuten
29. Sep 2026
Bundesrat will neues Cybersicherheitsgesetz schaffen
Der Bundesrat hat zur Stärkung der nationalen Cybersicherheit das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) beauftragt, bis im Juni 2027 eine Vernehmlassungsvorlage für ein neues, eigenständiges Bundesgesetz über die Cybersicherheit auszuarbeiten.
3 Minuten
27. Sep 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige