Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Aargauer Regierung will Kanton vor Cyberangriffen schützen

Der Aargauer Regierungsrat reagiert auf die Zunahme von Cyberangriffen auf die Informatiksysteme der kantonalen Verwaltung: Er legt ein neues Informationssicherheitsgesetz vor.
© (Quelle: Kanton Aargau)

Die heutige Organisation der Informationssicherheit im Kanton Aargau weise Lücken und Schwachstellen auf, schreibt der Regierungsrat in der am Freitag veröffentlichen Botschaft an den Grossen Rat.

So bestünden zwar Konzepte, die Umsetzung sei aber «noch nicht im notwendigen Mass fortgeschritten». Zudem bestehe für Krisenfälle «nur eine ungenügend definierte Organisation, die sich darüber hinaus erst noch im Aufbau befindet».

Eine schlagkräftige Abwehr

Mit dem neuen Informationssicherheitsgesetz will der Regierungsrat nun insbesondere die Standards vereinheitlichen und ein ganzheitliches Sicherheitssystem verankern.

Eine Fachstelle für Informationssicherheit soll die Verwaltung zudem beraten, aber auch direkt zum Handeln verpflichten können. Damit soll «eine schlagkräftige, einheitliche Erkennungs- und Abwehrstrategie» erreicht werden. Im Weiteren wird auch eine kantonale Koordinationsstelle geschaffen. Diese soll Behörden, Wirtschaft und Bevölkerung vor Cyberbedrohungen schützen.

Das Informationssicherheitsgesetz sei in der Anhörung auf breite Zustimmung gestossen, schreibt die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung vom Freitag. Der Gesetzesentwurf geht nun in den Grossen Rat. Die erste Beratung ist im zweiten Quartal dieses Jahres geplant. Kommt das Gesetz durch, rechnet der Regierungsrat mit einer Inkraftsetzung per 1. Juli 2026.

Sicherheit hochgefahren

Der Kanton Aargau hat bereits im vergangenen Jahr die Sicherheit der Kantonsverwaltung hochgefahren. Der Grosse Rat hiess im Juli 2024 unter anderem einen jährlich wiederkehrenden Kredit von 3,6 Millionen Franken gut, um Cyberangriffe besser abwehren zu können. Das Gefahrenpotenzial sei gross, hiess damals in der Sitzung. Aus den früheren Hobbyhackern seien professionelle Übeltäter geworden.

Darauf wird auch in der Botschaft verwiesen: Cyberangriffe könnten erhebliche Folgen haben, in schwerwiegenden Fällen gar die Verwaltung lähmen. Das neue Gesetz soll den Schutz sensibler Daten im Kanton Aargau verbessern.

Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Stromverbrauch und Effizienzpotenziale von Rechenzentren in der Schweiz
2024 betrug der Stromverbrauch der Rechenzentren in der Schweiz 2,1 TWh, was ungefähr 3,6 Prozent des Gesamtverbrauchs entspricht. Bis 2030 wird ein Anstieg des Stromverbrauchs der inländischen Rechenzentren auf 2,5 bis 3,2 TWh erwartet. 
3 Minuten
ggs netz übernimmt sämtliche Kommunikationsnetze der GIB-Solutions
Die ggs netz ag übernahm per 1. Mai 2026 sämtliche Kommunikations-netze der GIB-Solutions AG. Mit der Transaktion kommen rund 10’000 Digitalanschlüsse hinzu. Die übernommenen Netze werden künftig über die neu gegründete Tochtergesell-schaft ggs plus ag betrieben.
3 Minuten
TD Synnex setzt auf KI und NIS2
Mit den «Cyber Security Summer Vibes 2026» richtet TD SYNNEX ein neues Partner-Event rund um Cybersecurity, KI und regulatorische Anforderungen aus. Im Mittelpunkt stehen die Rolle des Channels im Security-Markt sowie konkrete Ansätze für Systemhäuser und Vertriebspartner.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Fünf Experten geben Auskunft - Experts
Wie verändern KI-gestützte Angriffe die Bedrohungslage – und welche Massnahmen sollten Unternehmen jetzt ergreifen?
2 Minuten
Start der nationalen Sensibilisierungskampagne für Cybersicherheit 2026
Phishing- und Betrugsversuche sind weit verbreitet und werden oft erkannt, sodass angemessene Cybersicherheitsmassnahmen ergriffen werden. Dennoch bestehen Unsicherheiten, da KI-gestützte Nachrichten zunehmend personalisiert sind und dadurch noch authentischer wirken. 
3 Minuten
13. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige