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Lesedauer 9 Min.

Wissen trifft Community

Wohlfühlzeit mit intensivem Lernen für Entwickler:innen auf der DWX in Mannheim.
© Sofija De Mitri/Patrizio De Mitri/Event Wave

Das Schlimmste an der DWX (Developer World Experience) sei, dass sie nur einmal im Jahr stattfinden würde, sagt man. Perfekte Fortbildung gepaart mit intensivem Community-Feeling finde sich nur hier, sagt man.

Fakt ist, DWX heisst vier Tage intensive Wissensvermittlung gepaart mit Wohlfühlzeit für Developer. Fortbildung in Zeiten von KI ist wichtiger denn je: Grundlagen in allen Entwicklungsbelangen, gepaart mit dem Know-how zum Einsatz von KI-Tools – damit sicherst du dir deinen Job. Umgeben von über 2000 gleichgesinnten Entwicklerinnen und Entwicklern bist du endlich unter Menschen, die verstehen, wovon du redest und welche Probleme du täglich zu meistern hast.

Dann ist die DWX vorbei und du musst wieder ein Jahr auf die nächste DWX warten. Das ist schlimm. Schlimmer trifft es nur den, der gar nicht erst zur DWX kommen konnte. Deshalb der Appell direkt am Anfang: Hol dir gleich dein Ticket.

DWX 2026 im Überblick

Das Wichtigste zuerst: die Menschen

Technisch gesehen ist die DWX eine Konferenz. Praktisch gesehen ist sie ein Familientreffen der Entwickler-Community – mit besseren Talks als auf den meisten Familienfeiern und deutlich mehr Diskussionen über Softwarearchitektur.

Das, was die DWX wirklich ausmacht, lässt sich nicht nur im Programm abbilden. Es passiert auch zwischen den Sessions. Es passiert, wenn du den Speaker nach dem Vortrag ansprichst, weil du eine Folgefrage hast – und er nimmt sich wirklich Zeit. Nicht nur zwei Minuten. Weil das hier keine Schnellabfertigung ist, sondern ein echtes Gespräch unter Leuten, die das gleiche Handwerk lieben.

Du sprichst plötzlich mit jemandem über das Architekturproblem, das dich seit Monaten beschäftigt – und nach zehn Minuten hast du drei neue Ideen und eine Visitenkarte. Du sitzt beim Mittagessen neben jemandem, dessen GitHub-Repo du schon seit Monaten auswendig kennst, und fragst einfach: «Hey, bist du das wirklich?»

Das ist kein Zufall. Das ist System. Das Konferenzteam baut diese Möglichkeiten aktiv ein: Kaffeepausen mit genug Zeit für die Deep Talks, eine Expo, die zum Verweilen einlädt, Abende, bei denen niemand hetzen muss und Spass und Spiel nicht zu kurz kommen. Keine Ellenbogen-Netzwerkerei. Kein Visitenkarten-Tausch-Theater. Einfach Leute, die ihr Handwerk lieben, und Zeit, darüber zu reden.

Die Basis für die Community-Interaktion ist in erster Linie die wunderbare Möglichkeit, sich fortzubilden. 160 Sessions in 27 Tracks. Das klingt nach viel – weil es auch viel ist. Und hinter jedem dieser Tracks steckt ein Track Chair, der oder die aus über 1500 Einreichungen die absoluten Perlen herausgefiltert hat. Ehrenamtlich. Weil sie es gerne machen. Ein riesiges Dankeschön an alle, die sich diese Aufgabe aufgehalst haben.

Pausen für Leib und Leidenschaft: Vorzügliche Verpflegung und reger Austausch mit Gleichgesinnten zwischen den Sessions.

© Sofija De Mitri/Patrizio De Mitri/Event Wave

Die Köpfe dahinter – klingende Namen, echtes Know-how

Eine Konferenz steht und fällt mit ihren Sprecherinnen und Sprechern. Als Wissensquelle sorgen sie für die Fortbildung. Alle hier aufzuführen würde ein bisschen zu weit führen. Aber Expertinnen und Experten wie Jörg Neumann, Maria Korneeva, David Tielke, Christian Giesswein, Manfred Steyer, Dr. Carola Lilienthal, Torsten Strauss oder Jonah Andersson sprechen für die hohe Qualität der Konferenz.

Ein paar Beispiele seien aber doch genannt. Olaf Lischke bringt dir bei, wie du die Stolperfallen von EF Core vermeidest. Eberhard Wolff fragt, ob KI wirklich ein Werkzeug für Architektur ist. Spoiler: Die Antwort wird differenzierter ausfallen als erwartet. Dr. Gernot Starke nimmt sich kognitive Verzerrungen im Software Engineering vor: Warum treffen gute Architektinnen und Architekten manchmal ganz schön schlechte Entscheidungen? Weil sie Menschen sind. Ramona Schwering zeigt gleich zweimal, wie Sicherheit und Testing zusammengedacht werden müssen. Thomas Claudius Huber nimmt C# 14 auseinander – Pflichtprogramm für alle, die im .NET-Ökosystem zu Hause sind. Martin Förtsch und Thomas Endres – bekannt für spektakuläre Talks – nehmen sich diesmal KI in Bild-, Audio- und Videoproduktionen vor. Golo Roden erklärt, warum «die 90er angerufen haben und ihr Backend zurückwollen». Und Shawn Wildermuth gibt praktische KI-Tipps für Developer.

Die Sprecher:innen kommen aus dem deutschsprachigen Raum, den Niederlanden, Belgien, Skandinavien, den USA und weit darüber hinaus. Die Mischung aus erfahrenen Veteranen und aufstrebenden neuen Stimmen ist jedes Jahr eine der grössten Stärken der DWX. Manchmal sind es gerade die unbekannten Namen, die die stärksten Sessions abliefern.

27 Tracks, 27-mal die Welt der Softwareentwicklung

Künstliche Intelligenz:

KI ist der Elefant im Raum – und die DWX schaut ihm direkt in die Augen, gleich mit vier Tracks. AI Technologies (Gregor Biswanger) und Agentic AI (Jörg Neumann) laufen am Dienstag, AI Developer Tools (Neno Loje) am Mittwoch und AI Development Strategies (Marco Richardson) am Donnerstag.

Daten & Qualität:

Daten sind das neue Öl – aber nur, wenn sie gut gepflegt sind. Data Analysis (Constantin Klein), Data Quality (Stephan Rossbach) und Databases (Thorsten Kansy) zeigen, wie du aus dem Rohstoff Daten echten Mehrwert machst.

Softwarequalität & -sicherheit:

Gute Software entsteht nicht zufällig – sie wird gebaut. Software Architecture & Design (Dr. Carola Lilienthal), Software Testing (Ramona Schwering), Software Quality (David Tielke) und Software Security (Christian Wenz) liefern das Handwerkszeug dafür.

Menschen & Teams:

Code schreiben können viele. Aber Teams führen, sich selbst reflektieren, wachsen – das ist eine andere Liga. Personal Development (Tom Wendel) und Team Leadership (Stefan Mintert) adressieren genau die Fähigkeiten, die im Alltag oft entscheiden, ob ein Projekt wirklich fliegt.

.NET & Frameworks:

Einer der Kerne des DWX-Universums: C# & .NET (Christian Giesswein), .NET Frameworks (Florian Lenz), .NET Frontend (Thomas Claudius Huber) und .NET Backend (Dennis Doomen). Von C# 14 über .NET MAUI 10 bis zu .NET Aspire in der Praxis – wer im Microsoft-Ökosystem entwickelt, wird hier rundum satt.

Cloud:

Die Cloud ist nicht mehr die Zukunft – sie ist dein Alltag. Cloud Platforms (Stefan Rapp) und Cloud Strategies (Dr. Damir Dobric) vermitteln praxisnah, wie du das Beste aus Azure, Kubernetes und Co. herausholst: von Landing Zones über serverlose Architekturen bis zu nachhaltiger Cloud-Entwicklung.

DevOps & Automatisierung:

Ohne funktionierende Pipelines ist der beste Code wertlos. DevOps Foundations & Strategies (Michael Kaufmann), CI/CD (Marc Müller) und Git & GitHub (Marko Beelmann) zeigen, wie du Deployments, Workflows und Source Control auf Profi-Niveau bringst.

Web Development:

Web Frontend (Maria Korneeva), Web Backend (Nils Hartmann) und Web Languages (Peter Kröner) decken alles ab: von modernem CSS und TypeScript über GraphQL und REST bis zu High-Performance-Web-Apps.

Methoden & Prozesse:

Agilität: Totgesagte leben länger. Agile (Ulf Mewe) und Product Ownership & Management (Ina Einemann) zeigen, was moderne Methoden wirklich leisten – und wo sie an ihre Grenzen stossen.

Workshops: Für alle, die es wirklich wissen wollen

Sessions sind grossartig. Eine Stunde Input, Aha-Momente inklusive. Wer aber wirklich in ein Thema reinspringen, es durchkauen und selbst ausprobieren will, ist richtig bei den halb- und ganztägigen Workshops am Montag, den 29. Juni. Laptop mitbringen, loslegen, debuggen. Am Ende hast du nicht nur Folien, sondern funktionierenden Code auf deinem Rechner.

Ganztägig gibt es unter anderem: Test-Driven Development mit und ohne KI (David Tanzer), AI for Developer Productivity (Daniel Sogl), moderne KI-Backends mit Tools, Workflows und Agenten (Sebastian Springer), Custom MCP Server auf Azure für .NET-Entwickler (Jonah Andersson), eine Master Class zu Custom Copilots (Dr. Damir Dobric), moderne Softwarearchitekturen (David Tielke), SQL Server Performance Optimization (Torsten Strauss) und .NET Aspire für verteilte Web-Anwendungen (Johan Smarius).

Halbtags geht es nicht weniger zur Sache: Angular-Apps mit lokaler, offlinefähiger generativer KI (Christian Liebel), UX-Mindset für Entwickler mit dem gewissen Augenzwinkern (Vicky Pirker), EF Core Performance Deep Dive (Christian Giesswein) und Web Application Security Bootcamp auf Basis der OWASP Top Ten (Christian Wenz). Nachmittags dann Gregor Biswanger mit «Bye Vibe, Hello Vise Coding» und GitHub Copilot, Blazor ohne Magie (nochmal Christian Giesswein), Cloud Architecture Kata (Tobias Voss) und Automation mit GitHub Actions & Azure DevOps (Leo Visser).

Ausklang: Nach einem Tag mit intensivem Lernen gibt es für Teilnehmerinnen und Teilnehmer Spiel und Spass bei der Casino Night.

© Sofija De Mitri/Patrizio De Mitri/Event Wave

Abendevents: Wenn der Code offline geht

Die Abende der DWX gehören der Community – und die weiss, wie man sie nutzt. Hier stehen Night Sessions und die Casino Night auf dem Programm.

Die Night Sessions bieten Softwareentwicklung, aber auf unterhaltsame Art und Weise: spezielle Projekte, Mitmach-Aktionen, Spiel und Spass. Wer 2025 dabei war, erinnert sich sicher daran, wie Tom Wendel das komplette Auditorium in ein Smartphone-Orchester verwandelt hat. Plötzlich erfüllte die Filmmusik aus «Fluch der Karibik» den Saal. Auch wenn es bis dahin mehrerer Anläufe bedurfte: Das Ergebnis klang erstaunlich gut.

Was ist denn wohl 2026 geplant? Wir verraten nur so viel: Super Mario trifft auf TypeScript: Manfred Steyer enführt mit neuester Technik in die Nostalgie eines alten Spiels.

Und dann ist die Night Session vorbei und es startet die legendäre Casino Night. Echte Chips, professionelle Dealer, Entwicklerinnen und Entwickler mit ihren besten Pokerfaces – eine Kombination, die funktioniert.

Die Stimmung ist ausgelassen, die Gespräche intensiv, und die Vernetzung passiert ganz nebenbei – weil man eben zusammen am Roulettetisch steht.

Die Fachmesse: Mehr als bunte Stände

Die Aussteller sind seit 2013 fester Bestandteil des DWX-Erlebnisses. Während der gesamten Konferenz haben die Partner die Möglichkeit, ihre Lösungen in ungezwungener Atmosphäre zu zeigen – ohne Zeitdruck, ohne Terminstress. Echte Gespräche zwischen Menschen, die wissen, was sie brauchen, und Unternehmen, die wissen, was sie anbieten.

Für 2026 haben schon die folgenden Partnerunternehmen zugesagt: fecher, Xebia, INNOQ, combit, exxeta, oose, sepp.med, Textcontrol. Wer selbst als Partner dabei sein möchte: Christoph Teubert hilft weiter – sales@developer-world.de.

Wer mehreren Kolleginnen und Kollegen die Fortbildung öffnen will, kann sich wegen eines Gruppenrabatts gerne an Susanne Herl wenden (susanne.herl@ebnermedia.de).

Essen & Trinken: Bits und Bytes machen nicht satt

Kurze Anmerkung für alle, die schon mal Konferenz-Catering erlebt haben, das nach Kantinen-Mittwoch schmeckt: Hier ist das anders. Der Rosengarten macht das ordentlich. Das Mittagsbuffet ist kein Standardfutter, die Kaffeepausen sind echte Pausen – lang genug, um wirklich zu essen, zu trinken und dabei ein Gespräch anzufangen, das mehr als zwei Sätze lang ist.

Und nach der Konferenz liegt Mannheims Innenstadt direkt vor der Tür. Die Planken, die Fressgasse, zahlreiche Restaurants und Bars in Laufweite – wer nach einem langen Konferenztag noch Energie hat, wird sie hier loswerden.

Neun Sessions gleichzeitig – und trotzdem nichts verpassen

Das grosse Luxusproblem der DWX: Neun Sessions laufen gleichzeitig, aber du kannst nur eine besuchen. Acht anderen gibst du einen Korb. Das klingt frustrierend – ist aber lösbar. Je nach Ticketart bekommst du Zugang zu den Aufzeichnungen aller Sessions für sechs beziehungsweise zwölf Monate. Dazu alle Slides und Materialien, die die Sprecherinnen und Sprecher zur Verfügung stellen. Du kaufst also nicht nur ein Ticket. Du kaufst eine Wissensbibliothek.

Also: Was hält dich noch?

Du willst endlich wissen, welche KI-Tools dir am besten helfen? Check. Du willst deine Architektur-Skills kritisch hinterfragen? Check. Du willst wissen, wie andere Teams ihre CI/CD-Pipeline aufgebaut haben? Check. Du willst einfach mal wieder mit Menschen reden, die verstehen, warum Tabs versus Spaces keine triviale Frage ist? Triple Check. Komm zur DWX. Wir sehen uns in Monnem.

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