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«Im Hackathon sehen wir in kürzester Zeit innovative Ideen»

Für Alexander Finger ist die Hackathon-Woche eine jedes Mal mit viel Spannung und Freude erwartete Zeit. Die Vorbereitungen dazu beginnen schon Monate vorher. Im Gespräch mit Computerworld gibt er einen Einblick hinter die Kulissen des Events.

Alexander Finger ist CTO bei SAP Schweiz und fungiert offiziell als Hackathon-Gastgeber.

© Computerworld

Computerworld: Herr Finger, wie schwierig bzw. einfach ist es, jeweils Teilnehmende für den Hackathon zu finden?

Alex Finger: Wir sind sehr zufrieden mit dem Interesse, für den März-Hackathon hatten wir 30 Bewerbungen. Obwohl vor der Bewerbung ein intensiver Prozess auf Kundenseite steht, um einen Case zu identifizieren, der nicht zu gross und nicht zu klein sein soll. Die Teams der SAP Schweiz unterstützen bei einigen, aber nicht bei allen Kunden in diesem Prozess.

CW: Was ist aus Ihrer Sicht dabei die Motivation der teilnehmenden Teams?

Finger: An erster Stelle steht bei den Teams der Wille und Wunsch, Mehrwert für ihre Organisation mit Technologie zu erzeugen. Der Aspekt des Lernens spielt häufig eine grosse Rolle und dann natürlich die Freude am Schaffen im Team, die gemeinsame Zeit in einem Rahmen, der nicht alltäglich ist.

CW: Und was ist dabei die Motivation von Ihnen bzw. dem Hackathon-OK?

Finger: Wir sind dann erfolgreich, wenn unsere Kunden die Lösungen der SAP erfolgreich einsetzen. Im Hackathon können wir das in kürzester Zeit und mit innovativen Ideen sehen. Daneben spielt natürlich die Freude an einem solchen Event, am Austausch mit so vielen unterschiedlichen Kunden auch beim SAP-Team eine grosse Rolle.

«Wir sind dann erfolgreich, wenn unsere Kunden die Lösungen der SAP erfolgreich einsetzen.»

Alex Finger, CTO SAP Schweiz

CW: Was reizt Sie persönlich dabei am meisten? Und was ist für Sie das Highlight am Ende?

Finger: Die Kreativität, die Fähigkeiten und das Überraschende sind immer wieder begeisternd. Wir sehen über alle Hackathons, dass die Teams immer besser vorbereitet zu uns kommen, das macht auch Freude – und aus der Ferne betrachtet sehe ich die technologische Entwicklung und ihre Auswirkung auf Organisationen mit grossem Interesse.

CW: Wie viel Arbeit steckt eigentlich in den Vorbereitungen seitens der Kunden und seitens SAP? Wie hoch ist der Aufwand für die teilnehmenden Firmen?

Finger: Auf Kundenseite sind die Vorbereitungszeiten unterschiedlich, aber wir empfehlen, sich hinreichend Zeit zu nehmen. Es geht ja nicht nur um eine Idee, sondern auch um technische Fähigkeiten, die Verfügbarkeit von Daten und Systemen und schliesslich den Buy-In der Organisation, damit die Idee dann auch live gehen kann.  Auf der Organisationsseite nehmen wir uns fünf bis sechs Monate Zeit für die Vorbereitung, in unterschiedlicher Intensität.

CW: Wer gibt die Impulse bei den Kunden für die Teilnahme und für die Auswahl der Cases? Eher die IT oder die Fachbereiche?

Finger: Das ist gemischt. Wir hatten Kunden am Hackathon, bei denen die Fachseite vorangegangen ist und sogar ohne IT am Hackathon war. Häufig ist es aber schon das SAP-Team, dass die Initiative trägt. Ideal ist, wenn das SAP-Team aktiv mit den Nutzern zusammenarbeitet und sie auch mit zum Hackathon bringt – dann sind die Chancen auf Umsetzung nach dem Hackathon am grössten.

CW: Während der Hackathon-Woche steht den Teams ein Coach zur Verfügung. Welche Rolle spielt dieser?

Finger: Die Coaches begleiten die Teams durch Beratung, durch Fachwissen und die Beschaffung von Wissen, das im Team fehlt. Je nach Maturität der Teams ist die Rolle der Coaches sehr unterschiedlich, die Coaches passen sich an.
 

«Die Kreativität, die Fähigkeiten und das Überraschende sind immer wieder begeisternd.»

Alex Finger, CTO SAP Schweiz

CW: Aus meiner Sicht haben alle Teams einen Superjob gemacht. Wie kommt die Jury am Ende zum Entscheid für die Gewinner?

Finger: Wir haben drei Kategorien: Wow, Technologie und Business Impact. Da sehen wir dann schon Unterschiede, auch wenn die häufig sehr fein sind, wie dieses Mal. Eine wichtige Rolle spielt auch die Lernkurve im Event selbst – wenn Teams sich im Hackathon neue Technologien und Skills aneignen, dann schätzen wir das sehr und lassen das in unsere Evaluation einfliessen. Damit werden wir auch den unterschiedlichen Ausgangslagen der Teams gerecht.

CW: Ich finde die Hackathons und Präsentationen sind über die Jahre noch professioneller geworden. Was ist Ihr Eindruck?

Finger: Das freut mich! Dieser Eindruck ist Ergebnis der intensiven Vorarbeit der teilnehmenden Kundenteams und des Hackathon-Teams der SAP. Das macht mir persönlich grosse Freude. Schön ist, dass wir trotz der Professionalität immer wieder überraschende und unterhaltsame Ideen und Präsentation haben – das Kreativpotential ist gross und zeigt sich!

CW: Letze Frage: Was dürfen wir beim nächsten Hackathon erwarten?

Finger: Das Thema AI bleibt dominant und im Vordergrund. Das Team in der SAP Schweiz – bei dem ich mich auch hier noch einmal ganz herzlich bedanken möchte – ist selbst- und Hackathon-kritisch. Wir schauen nach jedem Hackathon, wo wir etwas anders gestalten möchten, um Erlebnis und Ergebnis zu verbessern. Insofern: Grundsätzlich das gleiche, mit kleinen Änderungen und hoffentlich vielen motivierten Teams unserer Kunden!

CW: Vielen Dank, Alex Finger, für die Einblicke zum SAP Hackathon.

SAP Schweiz
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