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Notruf-Bilanz: Smartphones retten Leben

Zum „Tag des Notrufs“ haben die drei Netzbetreiber einige Zahlen veröffentlicht, die zeigen, wie wichtig Mobilfunk in Notfällen ist. Zudem führen sie Neuerungen ein.
© Vodafone/iStock/LightFieldStudios

Über die Nummern 110 und 112 gehen jedes Jahr in Deutschland Millionen Notrufe in den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei ein. Allein im Netz der Telekom waren es 2025 31,4 Millionen Meldungen, O2 Telefónica verzeichnete 4,7 Millionen Anrufe für die 112. Im Netz von O2 waren die Neujahrsnacht und eine Woche mit Unwettern Ende Juni besonders intensiv.

Schweizer Notfallnummern

Die Nummern in der Schweiz sind etwas anders:

112: Europäischer Notruf (funktioniert überall)
117: Polizei
118: Feuerwehr
144: Sanitätsnotruf/Ambulanz 

72 Prozent aller Notrufe erfolgen über das Mobilfunknetz, 28 Prozent über das Festnetz. Allein 15,3 Millionen Notrufe kamen aus dem Netz der Deutschen Telekom. Auch hier zeigt sich der Trend zum Mobilfunk: 62 Prozent dieser Anrufe wurden mobil getätigt, 38 Prozent über das Festnetz. Dazu kamen bei der Telekom 155.000 eCalls, das sind Notrufe, die ein Fahrzeug automatisch bei einem Unfall über eine eingebaute SIM-Karte absetzt.

Auf ein ärgerliches Phänomen verweist Vodafone: "Notrufe aus der Hosentasche". Diese Fehlalarme kosten die Rettungsdienste wichtige Ressourcen und Zeit. Hier gibt es aber eine klare Entspannung. Noch vor zwei Jahren verzeichneten die Rettungsleitstellen einen Anteil von bis zu 30 Prozent an Hosentaschenanrufen – verursacht unter anderem durch ein Software-Update von Android, bei dem das Telefon bei Erschütterungen oder bestimmten Bewegungen automatisch den Notruf wählte. Dieser Anteil ist nach Vodafone-Berechnungen auf aktuell unter fünf Prozent heruntergegangen.

Die Netzbetreiber entwickeln ihre Dienste und die Technik rund um Notrufe weiter: Die Telekom führt ab 2027 in den Leitstellen RTT (Real Time Text) ein, mit dem hör- oder sprachgeschädigte Menschen einen schriftlichen Kommunikationskanal nutzen können.

Vodafone hat an der flächendeckenden Einführung der Technologie AML (Advanced Mobile Location) mitgewirkt, durch die der genaue Standort der Menschen, die die 112 gewählt haben, an die Rettungsleitstellen übermittelt wird. Diese Hilfe für die Retter soll nun schrittweise auch für die Nummer 110 zum Einsatz kommen.

Ausserdem haben alle drei Netzbetreiber Ende Januar den NG eCall, mit dem in Fahrzeugen 4G und 5G zur schnelleren Übermittlung von Anrufen und Daten bei den Notrufen eingesetzt wird, eingeführt.
 

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