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Lesedauer 3 Min.

KI ist im Arbeitsalltag angekommen – die Sicherheit hinkt hinterher

Die neue Studie von HP Schweiz zeigt, wie KI und Cybersecurity in Unternehmen gehandhabt werden. Oberflächlich attestieren sich die meisten eine hohe Kompetenz und gutes Wissen. Die Details zeigen jedoch gefährliche Lücken in der Handhabung neuer Technologien.
Selbsteinschätzung zur Erkennung von KI-Betrug

Die Studie von HP zeigt unter anderem, dass rund zwei Drittel der Befragten überzeugt sind, KI-basierte Betrugsversuche zu erkennen. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass etwa ein Drittel damit Mühe hat – ein Risiko für Sicherheit und Vertrauen im digitalen Arbeitsalltag.

© HP

Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Büroalltags in der Deutschschweiz. Eine neue Studie von HP Schweiz zeigt jedoch: Während Mitarbeitende KI-Tools intensiv nutzen, fehlen in vielen Unternehmen klare Regeln, Schulungen und technische Schutzmechanismen. Für CEOs und CIOs entsteht daraus ein strategisches Spannungsfeld zwischen Produktivitätsgewinnen und steigenden Sicherheitsrisiken.

Mehr als 88 Prozent der befragten Büroangestellten setzen KI-Tools im Job ein, über die Hälfte sogar mindestens einmal pro Woche. Besonders offen zeigen sich die Generation Z und Millennials: Neun von zehn jungen Mitarbeitenden stehen KI am Arbeitsplatz positiv gegenüber. Genutzt wird KI vor allem für Recherche, Texterstellung und Übersetzungen – also genau dort, wo Effizienzgewinne schnell sichtbar werden.

Peter Zanoni, Country Manager, HP Schweiz

KI ist im Arbeitsalltag angekommen. Mit ihrer Nutzung wächst die Verantwortung für Datenschutz und Cybersicherheit, erklärt Peter Zanoni, Country Manager von HP Schweiz.

© Computerworld
Sensible Daten landen regelmässig in KI-Tools

Kritisch aus Sicht von Geschäftsleitungen und IT-Verantwortlichen: Der sorglose Umgang mit vertraulichen Informationen. Knapp jede zweite befragte Person gibt zumindest gelegentlich sensible Inhalte in KI-Anwendungen ein. Ein Drittel lädt mehrmals pro Monat interne Dokumente oder Verträge hoch, mehr als ein Viertel sogar kundenspezifische Daten. Damit entsteht ein reales Risiko für Datenschutz, Compliance und geistiges Eigentum.

Fehlende Leitplanken begünstigen «Shadow AI»

Nur rund die Hälfte der Befragten arbeitet in Unternehmen mit verbindlichen KI-Richtlinien. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied nach Unternehmensgrösse: Während in grossen Organisationen klare Regeln häufiger etabliert sind, fehlen sie in kleinen und mittleren Betrieben oft vollständig. Branchen wie das Gesundheitswesen fallen zusätzlich zurück – trotz intensiver KI-Nutzung. Die Folge: eine unkontrollierte Parallelwelt von KI-Anwendungen ausserhalb der offiziellen IT, oft als «Shadow AI» bezeichnet.

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Patrick Schläpfer, Principal Threat Researcher im HP Security Lab : «KI-Sicherheit beginnt für HP auf der Plattform selbst. Im Security Lab arbeitet HP daran, KI kontrolliert und nachvollziehbar einzusetzen – von Hardware und Firmware bis zur Isolation kritischer Anwendungen. Ziel ist es, sensible Prozesse vor fehlgeleiteten KI-Agenten und unkontrollierten Zugriffen zu schützen.»

© Computerworld
Schulungen sind der Engpass

Obwohl KI bereits produktiv eingesetzt wird, bieten weniger als die Hälfte der Unternehmen Schulungen zum Thema an. Regelmässige Trainings sind die Ausnahme. Das steht in deutlichem Kontrast zur Cybersecurity, wo Sensibilisierungsmassnahmen wie Phishing-Tests inzwischen zum Standard gehören. Die Studie macht deutlich: KI-Kompetenz entwickelt sich schneller als das Sicherheitsbewusstsein.

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KI wird im Business-Umfeld nicht nur stark genutzt, sondern mehrheitlich auch positiv beurteilt. Die Umfrageergebnisse wurden präsentiert und erläutert von Roland Zeindler , Geschäftsführer marketagent.com.  

© Computerworld
Klare Botschaft ans Management

Die Studienergebnisse liefern eine klare Handlungsaufforderung an Geschäftsleitungen und IT-Führung: KI steigert Effizienz nur dann nachhaltig, wenn Governance, Schulung und Technik zusammenspielen. Dazu gehören verbindliche Nutzungsrichtlinien, kontinuierliche Awareness-Programme sowie technische Schutzmassnahmen – etwa isolierte Umgebungen oder lokal betriebene KI-Lösungen für sensible Daten.

HP Studie 2026 «KI & Security»

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