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Lesedauer 3 Min.

Studie: In europäischen Unternehmen fehlt es an KI-Schulungen und -Richtlinien

Während der Einsatz von KI-Tools am Arbeitsplatz rapide zunimmt, hinken viele Unternehmen bei der Bereitstellung von Richtlinien und Schulungen für den Einsatz dieser Technologien hinterher.
Die Akzeptanz von KI innerhalb der Belegschaft ist der Einführung von Richtlinien des Arbeitgebers weit voraus.
© (Quelle: Ricoh)

Diese Kluft zwischen der Nutzung neuer Technologien durch die Arbeitnehmer und den Bemühungen der Unternehmen, diese zu unterstützen und zu verwalten, entsteht inmitten des wachsenden Interesses der Unternehmen an der Einführung von Automatisierungslösungen. Das ergibt eine aktuelle Studie, die vom

Marktforschungsinstitut Opinium in Auftrag von Ricoh Europe durchgeführt und in dessen Rahmen 6‘000 Arbeitnehmer in Europa* befragt wurden.

Die Hälfte der Arbeitnehmer (48 %) gab an, dass sie KI-Tools wie ChatGPT nutzen, wobei 18 Prozent der Befragten sie einmal oder öfter am Tag verwenden. Die Einführung von KI überholt jedoch die Implementierung von formellen Richtlinien und Prozessen durch die Arbeitgeber. Nur jedes sechste Unternehmen (16 %) bietet Schulungen zur Nutzung von KI-Tools an. Ohne eine angemessene Anleitung zur Nutzung der Technologie entgehen den Unternehmen jedoch möglicherweise die erhofften Produktivitäts- und Geschäftsvorteile. Weitere Probleme könnten im Zusammenhang mit der falschen oder unbeabsichtigten Nutzung der KI auftreten, wie z. B. die Verbreitung von Fehlinformationen.

Die Studie ergab ausserdem, dass nur 18 Prozent der Unternehmen entsprechende Massnahmen zum Risikomanagement ergriffen haben, um den sicheren und transparenten Einsatz von KI zu gewährleisten – trotz der damit verbundenen Urheberrechts- und Datenschutzrisiken. Es bedarf klarer Unternehmensrichtlinien und spezieller Schulungen, damit die Mitarbeitenden die Tools sicher und in einer Weise nutzen können, die einen geschäftlichen Mehrwert bringt.

KI hat das Potenzial, unsere Arbeitsweise zu revolutionieren, muss aber mit anderen Automatisierungswerkzeugen kombiniert werden. Sobald die grundlegende Prozessautomatisierung angewandt wird, zum Beispiel zur Optimierung sich wiederholender Arbeitsabläufe und Aufgaben, können Unternehmen auf dieser soliden Grundlage aufbauen, indem sie fortschrittlichere KI-Funktionen und -Technologien einbeziehen.

69 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass sie mit den entsprechenden Automatisierungstechnologien einen Mehrwert für ihr Unternehmen schaffen könnten. Wiederum 67 Prozent sind jedoch der Meinung, dass sie mehr über die Vorteile dieser Automatisierungstools erfahren müssen, bevor sie sie bei der Arbeit einsetzen. Schulungen und Richtlinien schaffen die nötige Klarheit, um die Mitarbeitenden für die Vorteile und Möglichkeiten zu begeistern, die diese neuen Technologien bieten.

«Unternehmen sind sich bewusst, dass sie mit den richtigen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Automatisierungslösungen ihre Abläufe intelligenter, schneller und effizienter gestalten können. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, das volle Potenzial der Mitarbeitenden zu nutzen, unabhängig davon, wo sie arbeiten. Sobald Unternehmen herausgefunden haben, welche Vorteile die Automatisierung bietet, können sie auf diese Fähigkeiten aufbauen, indem sie fortschrittliche KI-Technologien einbeziehen, aber nur mit einem proaktiven Risikomanagement,» erklärt Nicola Downing, CEO bei Ricoh Europe. «Unsere Studie zeigt, dass Arbeitnehmer in Europa von ihren Arbeitgebern nicht ausreichend über die sichere Nutzung von KI informiert werden, obwohl viele von ihnen diese tagtäglich nutzen. Ohne eine angemessene Anleitung und Schulungen machen Unternehmen sich anfällig für Urheberrechtsverletzungen, Rechtsverstösse oder Rufschädigung. Unternehmen, die verbindliche Richtlinien einführen und die Expertise ihrer Mitarbeiter fördern, um KI-Technologien auf ethische und rechtskonforme Weise zu nutzen, werden von den Vorteilen profitieren.»

*UK & Irland, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Niederlande

Ricoh

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