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«Sicherheit ist eine Illusion bei US-Clouds»

Jerome Evans, CEO der firstcolo GmbH, kritisiert die Nutzung US-amerikanischer Clouddienste durch europäische Unternehmen und Behörden. Seine zentrale Botschaft: Echte Datensouveränität beginnt mit der Wahl eines europäischen Anbieters.
Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer der firstcolo GmbH, fordert mehr digitale Eigenständigkeit Europas.
© (Quelle: Jan Burau Fotografie / zVg firstcolo GmbH)

Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer des Rechenzentrumsbetreibers firstcolo, findet deutliche Worte zur derzeitigen Debatte um digitale Souveränität: «Sicherheit ist eine Illusion, solange europäische Unternehmen auf Clouddienste US-amerikanischer Anbieter setzen – auch wenn deren Server in Europa stehen.»

Ein aktueller Fall zeigt, wie ernst die Lage ist: In einer Anhörung vor dem französischen Senat musste Microsoft-Justiziar Anton Carniaux eingestehen, dass es keine Garantie gibt, dass europäische Daten bei Microsoft nicht an US-Behörden weitergegeben werden – selbst wenn sie ausschliesslich in der EU gespeichert sind.

Der Cloud Act übertrumpft die DSGVO

Evans verweist auf den US-amerikanischen Cloud Act, der Anbieter verpflichtet, auf Anordnung auch dann Daten herauszugeben, wenn dies mit europäischem Datenschutzrecht kollidiert. Kunden würden darüber oft nicht einmal informiert. «Europas juristische Kontrolle endet dort, wo US-Recht greift», so Evans. Deshalb sei es dringend notwendig, auf europäische Anbieter zu setzen.

Für Evans ist klar: «Nur europäische Rechenzentrumsbetreiber unterliegen ausschliesslich dem europäischen Rechtsrahmen.» Wer sensible Daten aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung schützen will, müsse sich für europäische Lösungen entscheiden. Alles andere sei ein Kompromiss auf Kosten der Sicherheit – und der digitalen Selbstbestimmung.

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