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SAP wächst weiter mit Cloud und KI

SAP ist mit robusten Quartalszahlen ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Besonders das Cloud-Geschäft sowie die Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen treiben Umsatz und Gewinn des Walldorfer Softwarekonzerns an. Gleichzeitig signalisiert SAP, dass der Umbau hin zu einem cloud- und KI-orientierten Geschäftsmodell weiter an Dynamik gewinnt.
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© SAP

Im ersten Quartal 2026 erhöhte SAP den Cloud-Umsatz um 19 Prozent auf knapp 6 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Wachstum laut Unternehmen sogar bei 27 Prozent. Besonders stark entwickelte sich die Cloud ERP Suite, deren Erlöse um 23 Prozent beziehungsweise 30 Prozent zu konstanten Währungen zulegten. Der gesamte Konzernumsatz stieg um 6 Prozent auf 9,56 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis nach Non-IFRS erhöhte sich um 17 Prozent.

Ein zentraler Indikator für SAP bleibt der sogenannte «Current Cloud Backlog», also die bereits vertraglich gesicherten künftigen Cloud-Umsätze. Dieser stieg auf 21,9 Milliarden Euro und legte währungsbereinigt um 25 Prozent zu. Damit verfügt SAP weiterhin über eine hohe Visibilität für die kommenden Quartale. CEO Christian Klein betonte insbesondere die Fortschritte im Bereich Business AI. Laut SAP würden KI-Funktionen inzwischen zunehmend Teil grösserer ERP- und Cloud-Projekte. Das Unternehmen positioniert KI dabei nicht mehr nur als Zusatzfunktion, sondern als integralen Bestandteil der Geschäftsprozesse und der gesamten Suite-Strategie. 

Cloud-Transformation bleibt Kernthema

Die Zahlen zeigen vor allem, dass SAP den langfristigen Umbau vom klassischen Lizenzgeschäft hin zu wiederkehrenden Cloud-Einnahmen weiter vorantreibt. Während Support- und klassische Softwareerlöse rückläufig sind, gewinnt das Cloud-Geschäft zunehmend an Gewicht. Analysten sehen darin einen wichtigen Schritt, um planbarere Umsätze und höhere Margen zu erzielen. Gleichzeitig versucht SAP, sich stärker als Plattform für KI-basierte Unternehmensprozesse zu positionieren. Besonders die Integration von Business AI in ERP, Datenplattformen und Automatisierungsprozesse dürfte in den kommenden Monaten im Fokus stehen. SAP verweist dabei auf eine steigende Nachfrage nach KI-gestützten Funktionen innerhalb bestehender ERP-Landschaften. ([SAPinsider][3])

Erfolg hängt stark von KI-Nutzung ab

Die Quartalszahlen fallen insgesamt solide bis stark aus. SAP profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach Cloud-ERP sowie vom Trend, KI-Funktionen direkt in Unternehmenssoftware zu integrieren. Für Unternehmenskunden ist insbesondere relevant, dass SAP seine KI-Strategie zunehmend mit konkreten Business-Prozessen und Datenplattformen verknüpft – und nicht nur mit generativen Assistenten. Allerdings zeigen verschiedene Analysteneinschätzungen auch, dass Investoren inzwischen genauer hinschauen. Entscheidend wird sein, ob SAP das aktuelle Wachstumstempo langfristig halten kann und wie schnell sich KI tatsächlich in produktive Geschäftsanwendungen übersetzen lässt. Zudem erwartet SAP selbst eine gewisse Abschwächung des Cloud-Wachstums im weiteren Jahresverlauf. 

Für den Schweizer Markt dürfte insbesondere die Verbindung von ERP, Datenmanagement und Business AI relevant werden. Viele grössere Unternehmen stehen aktuell vor der Frage, wie sie bestehende SAP-Landschaften modernisieren und gleichzeitig KI produktiv einsetzen können. SAP positioniert sich dabei zunehmend als Komplettanbieter für diese Transformation. 

«Mit einem währungsbereinigten Wachstum des Current Cloud Backlog von 25 Prozent und einem Anstieg der Cloud‑Erlöse um 27 Prozent sind wir stark ins neue Jahr gestartet. Getragen wird dieses Ergebnis vor allem von der hohen Dynamik im Bereich Unternehmens‑KI. Wir wachsen deutlich schneller als der Markt und bauen unsere Marktanteile weiter aus.»

Christian Klein, Vorstandsvorsitzender SAP SE
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