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Lesedauer 3 Min.

Proton will vorerst nicht mehr in der Schweiz investieren

Das Genfer Technologieunternehmen Proton friert seine Investitionen in der Schweiz ein. Grund dafür ist die vom Bundesrat beantragte Revision des Nachrichtendienstgesetzes und der Verordnung über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs.
© (Quelle: Proton)

Proton-Chef Andy Yen hält die geplante Revision für extrem, wie er in der Zeitung «Le Temps» vom Donnerstag sagte. «Sie zielt darauf ab, in der Schweiz eine Massenüberwachung einzuführen, die nicht nur in der EU, sondern auch in den USA als illegal gilt.» Die Reform zwinge Schweizer Unternehmen, ihre Nutzer im Auftrag des Staates auszuspionieren.

«Sollte dieses Projekt verabschiedet werden, wären die von Proton in der Schweiz angebotenen Dienste weniger privat als die von Google in der Schweiz», hielt Yen fest. Da Proton keine Zusicherungen erhalten habe, dass die Bedenken der Branche vom Bundesrat berücksichtigt würden, könne das Unternehmen nicht mehr in der Schweiz investieren.

Server im Ausland statt in der Schweiz

«Das bedeutet, dass wir den Grossteil unserer physischen Infrastruktur aus der Schweiz verlagern müssen. Unsere KI-Rechenzentren werden nicht in der Schweiz stehen, da in diesem Bereich Vertraulichkeit unerlässlich ist.»

Yen ist nicht bereit, den endgültigen Entscheid bei diesem Thema abzuwarten. «Wir müssen schnell handeln.»

Das Unternehmen hat daher beschlossen, seine Server in Deutschland und Norwegen statt in der Schweiz zu installieren, um seine eigene KI namens Lumo zu betreiben. Die Investition beläuft sich auf rund hundert Millionen Franken. Dieser Entscheid ist nicht mehr umkehrbar.

Das Unternehmen plant bis zum Ende des Jahrzehnts Investitionen in Höhe von über einer Milliarde Franken, um in Europa mit Google konkurrieren zu können. Die restlichen 900 Millionen Franken könnten in Genf investiert werden. Proton werde die Schweiz nur verlassen, wenn es dazu gezwungen sei, betonte der Chef des Unternehmens.

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