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IT-Probleme kosten Unternehmen Hunderttausende Arbeitsstunden

Schlechte digitale Arbeitsbedingungen sind ein wesentlicher Treiber der globalen Produktivitätskrise. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Annual Workplace Productivity Report“ von Nexthink.
© (Quelle: Nexthink)

Demnach verlieren Unternehmen weltweit im Schnitt rund 470.000 Arbeitsstunden pro Jahr durch mangelhafte Digital Employee Experience (DEX) – das entspricht etwa 226 Vollzeitstellen.

Grundlage der erstmals durchgeführten Analyse sind Telemetriedaten von mehr als 20 Millionen Endpunkten aus 474 internationalen Unternehmen. Die Auswertung zeigt, dass Mitarbeitende im Durchschnitt 14 negative digitale Erlebnisse pro Woche erfahren, etwa durch Systemabstürze, Anwendungsfehler oder lange Ladezeiten. Diese Störungen beeinträchtigen nicht nur Produktivität und Zusammenarbeit, sondern erhöhen auch Frustration und Stress.

Ein zentraler Befund der Studie lautet: Zwischen dem DEX-Score eines Unternehmens und den Produktivitätsverlusten besteht eine klare inverse Korrelation. Steigt der DEX-Gesamtwert um zehn Punkte, gewinnen Mitarbeitende im Schnitt 22 produktive Minuten pro Woche zurück. Einzelne Störungen dauern zwar durchschnittlich nur rund drei Minuten, doch Studien zeigen, dass selbst kurze Unterbrechungen die Fehlerquote deutlich erhöhen und es im Schnitt 23 Minuten dauert, bis der Arbeitsfluss wieder erreicht ist.

Branchenspezifisch fallen die Unterschiede laut Nexthink deutlich aus: Handel, Gesundheitswesen und Finanzdienstleister verzeichnen 1,7-mal mehr Ausfallzeit als die Tech-Branche – weniger aufgrund der Häufigkeit, sondern wegen der Schwere der Vorfälle.

„Die kumulativen Auswirkungen schlechter digitaler Erfahrungen sind enorm“, warnt Pedro Bados, CEO von Nexthink. „Mitarbeitende mit dauerhaft schlechten DEX verlieren ein Vielfaches an Produktivität. Wenn Unternehmen diese Probleme nicht angehen, leidet nicht nur die Effizienz, sondern auch Mitarbeiterbindung, Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit.“

Die im Report verwendeten Daten stammen aus aggregierten und anonymisierten Messungen von Organisationen, die sich überwiegend noch am Anfang eines systematischen DEX-Managements befinden.

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