Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Hausdurchsuchungen wegen Insiderhandels bei Softwareone

Die Justizbehörden der Schweiz, Deutschlands und Grossbritannien haben am Dienstag mehrere Hausdurchsuchungen wegen Insiderhandels durchgeführt.
© (Quelle: SoftwareOne)

Der Grund sind Strafverfahren in der Schweiz: Fünf ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitenden des IT-Dienstleisters Softwareone mit Hauptsitz in Stans wird vorgeworfen, persönlich von vertraulichen Informationen profitiert zu haben.

Wie die Bundesanwaltschaft und die EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) am Mittwoch mitteilten, werden die fünf Beschuldigten verdächtigt, grosse Aktienpakete auf Grundlage vertraulicher Informationen verkauft zu haben, bevor ihr Unternehmen zwei vorbörsliche Pressemitteilungen veröffentlichte.

Diese Veröffentlichungen hätten sich negativ auf den Aktienkurs ausgewirkt. Dadurch hätten die fünf Verdächtigen möglicherweise finanzielle Verluste von bis zu 2,49 Millionen Franken vermieden.

Die fünf Personen hätten zum Tatzeitpunkt im Jahr 2024 respektive zuvor mutmasslich leitende Positionen bei der betroffenen Firma innegehabt. Dabei handle es sich um ein an der Schweizer Börse kotiertes IT-Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz. Dieses selber sei von den Vorwürfen nicht betroffen.

Softwareone-Sprecherin Melanie Coffee bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP, dass ihre Büros in Stans und Leipzig (DE) am Dienstag durchsucht wurden. Die Massnahmen stünden in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen fünf «nicht-geschäftsleitende aktuelle oder ehemalige Mitarbeitende».

Standorte in drei Ländern

Gemäss Bundesanwaltschaft fanden die Aktionen im Rahmen ihrer Strafverfahren gegen die fünf Personen statt. Die BA habe entsprechende Rechtshilfeersuchen gestellt und Eurojust habe die Interventionen koordiniert.

Weil sich die Arbeits- und Wohnorte der fünf Beschuldigten in der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien befinden, hätten die Justizbehörden der drei Länder ihre Informationen ausgetauscht und dann am Dienstag zugeschlagen. Dabei seien mehrere private Residenzen und Firmenbüros durchsucht und wichtige Informationen sichergestellt worden.

In der Schweiz seien die Durchsuchungen vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) durchgeführt worden, in Deutschland von den Kriminalpolizeien Leipzig und München und in Grossbritannien von der Sussex Police. Die Untersuchungen würden fortgeführt.

Softwareone ist ein global tätiger Anbieter von End-to-End Software- und Cloud-Technologielösungen. Es unterstützt Unternehmen aller Art bei der Modernisierung von Anwendungen wie auch der Migration in die Cloud. Das Unternehmen mit seinen rund 13'000 Mitarbeitenden ist in über 90 Ländern mit lokaler Präsenz vertreten und bietet Kundenbetreuung in 150 Ländern an. Zu den Kunden zählen Grossunternehmen, KMU, staatliche und akademische Institutionen sowie NGO.

Recht
Anzeige

Neueste Beiträge

Die neue Generation der Foldable-Smartphones - Quadratisch, praktisch, aber auch gut?
Smartphones zum Falten setzen verstärkt auf handliche Abmessungen. Aktuelle Falt-Handys orientieren sich beim Aussendisplay immer häufiger am kompakten Reisepassformat. Ein Überblick über Modelle, Technik, Gerüchte um Apples erstes Falt-Handy und deren Alltagstauglichkeit.
8 Minuten
8. Sep 2026
Philipp Ringgenberg neuer CEO bei Zühlke in der Schweiz
Philipp Ringgenberg hat im August als CEO die Leitung von Zühlke in der Schweiz übernommen. In seiner Position verantwortet er ab sofort die geschäftliche Entwicklung.
2 Minuten
Motorola zeigt auf der IFA ein neues Smartphone und eine Smartwatch
Mit dem Edge 70 Plus bringt Motorola ein weiteres Mittelklasse-Smartphone. Ausserdem zeigt der Hersteller auf der IFA eine Edition des Razr 70 mit edlen Swarovski-Steinen und die sportliche Smartwatch Moto Watch Ultra.
3 Minuten
8. Sep 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige